»Don’t HATE Me« – Lena Kiefer | Rezension

Schon seit einigen Tagen wartet das Buch auf meinem Schreibtisch darauf, rezensiert zu werden, doch durch die Feiertage hatte ich bisher noch nicht die Zeit dazu. Ich hoffe, ihr hattet eine schöne Weihnachtszeit mit euren liebsten und konntet die Tage genießen!

Titel: Don’t HATE Me

Autorin: Lena Kiefer

Verlag: cbj

Genre: zeitgenössische Liebesliteratur; Young Adult

ISBN: 978-3-570-16599-7

Preis: 12,90€

| Rezensionsexemplar


Klappentext:

Er hat sie belogen.
Sie will ihn vergessen.
Aber das Schicksal hat andere Pläne.

KENZIE hat sich geschworen: nie wieder Kontakt mit dem Henderson-Clan. Nachdem Lyall ihr Herz gebrochen hat, will sie sich nur noch auf ihr Studium konzentrieren. Doch dann erhält sie von Theodora Henderson das verlockende Angebot, ein Resort auf Korfu mitzugestalten. Kenzie ergreift die Chance – ohne zu wissen, was sie dort erwartet.

LYALL versucht alles, um Kenzie zu vergessen, nachdem sie ihn als Lügner entlarvt und verlassen hat. Die Pläne für den Familienkonzern stehen für ihn nun an erster Stelle. Als seine Mutter Hilfe bei ihrem Hotel-Projekt in Griechenland benötigt, überlegt er nicht lange. Er ahnt jedoch nicht, wie sehr sein Herz dort auf die Probe gestellt werden wird ….


Nachdem mich der erste Band im Oktober während des Lesens mit all seinen Emotionen in die Geschichte von Kenzie und Lyall hineingezogen hat, stand für mich von vornherein fest, dass der nächste Teil definitiv bei mir einziehen wird. Das Ende von »Don’t Love Me« hat mich mit Tränen zurückgelassen und das Warten zu einer Qual gemacht. Von den meisten Leserinnen und Lesern auf Instagram war mir Lena Kiefers Hang zu Cliffhangern bereits bekannt, jedoch konnte das nicht verhindern, dass ich nach den letzten Seiten vollkommen aufgelöst war.

Mit dem Schmerz des Verrats geht es im Folgeband direkt weiter. Lyall versucht sein Studium zu beenden, muss dabei aber von Tag zu Tag mehr feststellen, dass Kenzie immer noch in seinem Herzen herumspukt. Kenzie gibt ebenfalls alles, um ihn zu vergessen, und wirft sich kopflos in eine Affäre mit ihrem Ex. Während in den meisten New Adult Büchern die Frauen eher als ein Häufchen Elend beschrieben werden, die unter Heulkrämpfen kurz vor dem Zusammenbruch stehen, war Kenzie mit ihrer toughen Art eine willkommen Abwechslung. Sie bricht nicht in Tränen aus und versucht stattdessen mit ihrem Leben weiterzumachen. Die Zeitspanne, die sich nach den Ereignissen des ersten Bandes bis zum Start des zweiten Teils erstreckt, umfasst sechs Monate. Und obwohl mir normalerweise solche Zeitsprünge überhaupt nicht zusagen, hat die Autorin es geschafft, an einem richtigen Punkt anzusetzen und die vergangene Zeit dennoch gut in die Gedankengänge der Protagonisten miteinzubauen. Dadurch fiel es mir leicht, wieder in die Geschichte einzutauchen, ohne das Gefühl zu haben, die Verbindung zu den Charakteren verloren zu haben.

Der Plot war wie auch im ersten Teil gut durchdacht und gab den Charakteren Zeit, um sowohl die unbeantworteten Fragen zu klären als auch wieder zueinander zu finden. Die Gefühle zwischen ihnen waren auf wundervolle, intensive und gleichzeitig sehr schmerzhafte Weise spürbar. Aus jeder Zeile strömte immerzu ein Hauch von Spannung, wodurch es kaum möglich war, das Buch länger aus der Hand zu legen. Letztendlich habe ich es innerhalb eines Tages beendet – bzw. einer Nacht. Der Settingwechsel gefiel mir zuerst gar nicht. Da ich gerade die Kleinstadtkulisse in Schottland sehr gut umgesetzt fand, hatte ich mich darauf gefreut, wieder dort zu sein. Allerdings hat die griechische Insel direkt einen besonderen Charme ausgestrahlt und die Handlung sehr interessant werden lassen, sodass ich mich schnell damit anfreunden konnte.

Zum einen bleiben die Nebencharaktere aus dem ersten Band, wie Lyalls Schwester und der Cousin Finlay, auch weiterhin Teil der Geschichte, zum anderen lernt man aufgrund des anderen Settings neue Protagonisten kennen. Neben der Liebesgeschichte von Lyall und Kenzie findet sich auch ein weiterer „detektivischer“ Handlungsaspekt, der die Geschichte gleich mit etwas Spannung versehen hat. Der Fortlauf der Handlung war nicht unbedingt unvorhersehbar, hat dem Buch aber den gewissen Nervenkitzel gegeben und die Neugier des Lesers unvermittelt angesprochen.

Am Ende wurde man wieder einmal haltlos zurückgelassen und nun heißt es abwarten bis zum großen Finale. Ich bin gespannt darauf, was mich erwarten wird. Die Reihe ist zwar nicht unbedingt ein Jahreshighlight für mich, aber doch sehr empfehlenswert – besonders für Neulinge in dem Genre.

Bewertung: 4.5 von 5.

65.

Buch des Jahres 2020


»Vielschichtige Charaktere, traumhaftes Setting und eine Liebe voller Hindernisse«


4,5/5

Sterne

Kaleidra – Wer das Dunkel ruft | Rezension

Zu Beginn ein großes Dankeschön an den ONE-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! Ich freu mich jedes Mal, wenn ich eines eurer Bücher rezensieren darf:)


// Allgemeines:

Titel: Kaleidra – Wer das Dunkel ruft (Kaleidra #1)

Autorin: Kira Licht

Verlag: ONE; Bastei-Lübbe

Genre: Fantasy, Jugendroman

ISBN: 978-3-8466-0108-2

Seitenanzahl: 560 Seiten

Preis: 17,00€

//Klappentext:

Wenn die 17-jährige Emilia eines liebt, dann sind es Rätsel. Als sie bei einem Museumsbesuch das sagenumwobene Voynich-Manuskript lesen kann, spürt sie, dass sie einem unglaublichen Mysterium auf der Spur ist – denn das Dokument gilt als eines der größten, nie entschlüsselten Geheimnisse der Menschheit. Dann trifft sie auf den attraktiven, aber sehr verschlossenen Goldalchemisten Ben, und die Ereignisse überschlagen sich: Emilia ist eine Nachfahrin des uralten Silberordens! Schnell gerät sie ins Kreuzfeuer rivalisierender Geheimlogen, und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt … 


„Magisch, gefühlvoll und mitreißend – Fantasy vom Feinsten.“

— bookdragoon


// Meine Meinung:

Kaleidra war eines der Bücher, die vom Klappentext her nach einer interessanten Fantasystory mit Potential klangen. Und schon auf den ersten Seiten konnte mich Kiras Schreibstil in einen Bann ziehen, der es mir kaum ermöglichte, das Buch aus der Hand zu legen.

Wir begleiten Emilia – deren Name übrigens wunderschön ist – in der ewigen Stadt Rom und erfahren schon zu Beginn von ihrem besonderen Talent für Kryptographie. Im Gegensatz zu den sonst eher typischen, magischen Elementen wie Wasser, Erde, Feuer usw. findet man in dieser Geschichte etwas ganz anderes: chemische Elemente. Mich hat es gleich fasziniert, welchen logischen Eindruck das Ganze gemacht hat und wie detailliert die Magie herausgearbeitet wurde. Nicht nur die chemischen Reaktionen mit anderen Stoffen fanden sich in turbulenten Kämpfen wieder, sondern auch die Veränderung für den Köper und die Fähigkeiten, die sich daraus ergaben, erweckten einen glaubhaften und nachvollziehbaren Eindruck. Gemeinsam mit Emilia lernt man ihre Talente kennen und wird so langsam in die Urbanfantasy Welt eingegliedert.

Doch nicht nur die Magie hat mich neugierig gemacht, besonders die Charakter haben mir sehr gefallen. Jeder weist eine eigene Persönlichkeit auf, wodurch niemand in den Hintergrund gerät oder nur schemenhaft erkennbar ist. Neben den Hauptcharakteren hat es mir vor allem Larkin angetan.

Ähnlich der spannungsvollen Handlung besaß auch die Beziehung von Emilia und Ben eine regelrechte Sog-Wirkung auf mich. Ihre Zankereien, ihre „Energie“… Es gibt einfach nichts besseres als Hate-To-Love Liebesgeschichten. Damit bekommt man mich vermutlich immer:D Wenn die beiden aneinander raten, spürt man das Knistern in der Luft. Man muss einfach grinsen, weil man merkt, wie die beiden sich trotz dem Anfeinden unglaublich anziehend finden und die Autorin hat es auf mitreißende Weise geschafft, dass ich immer mehr von meinem Herzen an Ben verloren habe. Er übt durch seine geheimnisvolle Art eine süchtig machende Wirkung aus, wirkt unglaublich interessant und man ist stets bemüht, mehr über ihn zu erfahren, und dort, wo es geht, zwischen den Zeilen zu lesen. Gleichermaßen lernt man aber auch seine Denkweise kennen, seine Wünsche und Absichten und schneller als man denkt, hat er sich einen Platz in meinem Buchherz erkämpft. Obwohl der Begriff “erschlichen“ definitiv besser passt.

Auch Emilia als Hauptprotagonistin hat mir sehr gut gefallen. Sie nimmt die Situation hin, findet sich damit ab und versucht das Beste daraus zu machen. Ihre Handlungen sind in den meisten Fällen nachvollziehbar, hin und wieder handelt sie zwar etwas unüberlegt, dennoch mag ich ihre emotionale Seite. Der Plot bietet einige unvorhergesehene Wendungen, wodurch es stets fesselnd und packend bleibt. Die gut recherchierten geschichtlichen Hintergründe zeigen wie viel Herzblut und Arbeit in den Roman hineingeflossen sind.

Alles in allem war es einfach eine spannende Geschichte mit liebevollen Charakteren. Für genau solche Fantasyreihen schlägt mein Herz. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und werde nach diesem Ende auf jeden Fall weiterlesen.

5 von 5 Sternen

Rabenprinz | Rezensionsexemplar

Margaret Rodgerson hat es geschafft, einer einzigartigen Geschichte mit Worten Leben einzuhauchen. Magisch und gefühlvoll mit einem Hauch Düsternis.

Allgemeines

Titel: Rabenprinz
Autor/in: Margaret Rogerson
Verlag: cbj Jugendbuch
ISBN: 978-3-570-16539-3
Genre: Romantasy
Seitenanzahl: 384
Preis: 17,00€

Link zum Buch

Klappentext:

»Wir mögen ewig leben, aber Ihr blüht heller und Eure Stacheln hinterlassen blutige Spuren.«

Die 17-jährige Isobel ist eine begabte Porträtmalerin mit einer gefährlichen Klientel: das unheimliche Volk der Elfen; unsterbliche Wesen, die nichts erschaffen können, ohne zu Staub zu zerfallen. Doch als Isobel ihren ersten royalen Kunden empfängt – Rook, den Prinz des Herbstlandes – begeht sie einen fatalen Fehler. Sie malt den menschlichen Schmerz in seinen Augen – eine Schwäche, die Rook das Leben kosten könnte. Um sein Leben zu retten, müssen Isobel und Rook lernen, einander zu vertrauen. Doch als aus Vertrauen langsam Liebe wird, brechen die beiden ein Gesetz des Elfenvolkes, das gnadenlose Konsequenzen nach sich zieht …

Meine Meinung:

Kennt ihr dieses eine Buch, das euch den Kopf mit Dingen füllt, die ihr zwar kennt, aber sich trotzdem unglaublich neu anfühlen? Rabenprinz ist ein solches Buch. Es hat sich angefühlt wie ein Märchen, wie ein Märchenfilm, der jeden Sonntag um Punkt 12:00 im Ersten läuft und mich für eine kurze Zeit lang in seinen Band zieht.

Die Geschichte von Isobel lässt sich gar nicht mit Worten beschreiben. Man muss sie selbst lesen, sich selbst hinfort tragen lassen in eine Welt, die nicht schöner und gleichzeitig nicht grausamer sein könnte.

Zu Beginn war ich wirklich skeptisch, aber mit jeder verschlungenen Seite hat sich die Geschichte immer mehr wie eine Reise in eine fremde Welt angefühlt. Isobel ist eine begabte Porträtmalerin, die aufgrund ihrer Kunst überwiegend Kontakt zu den Elfen hat. Sie besitzt eine beinah übernatürliche Menschenkenntnis und ist in ihrem Verhalten sehr bedacht und wohl überlegt – bis Rook in ihr Leben tritt. Bereist von Beginn an hatte ich ein genaues Bild vom Setting in meinem Kopf und es hat einfach unglaublichen Spaß gemacht, die Zeit mit Isobel zu verbringen – und besonders zusammen mit Rook.

„Wir müssen über das reden, was Ihr letzte Nacht gesagt habt.“

„Ich hasse es, wenn Leute so etwas sagen“, erwiderte er. „Das führt nie zu etwas Gutem“

S.146

Rook ist der Herbstprinz des Reiches – und das gibt schon einen kleinen Einblick in die Magie des Landes: Jede Jahreszeit hat seine eigenen Elfen und jeder Elf besitzt unterschiedliche Fähigkeiten – eins haben sie jedoch gemeinsam, trotz ihres langen Lebens, sind sie nicht in der Lage, etwas zu kreieren oder zu erschaffen – kein Kochen, Malen oder sonst etwas, das für Menschen zur Normalität gehört. Aus eben diesem Grund sind die Elfen von Isobels Arbeiten unglaublich angetan. Eine weitere Eigenschaft, die sie ausmachen, ist der sogenannte „Glimmer“. Eigentlich könnte man sagen, dass sie sich hinter einem Trugbild der vollkommenen Schönheit verstecken, die lediglich durch einen einzigen Makel an Perfektion verliert. Was sich hinter diesem Trugbild versteckt, ist angsteinflößend, verdorben, aber auf eine eigenartige Weise furchtbar interessant, – wie ich finde. Je mehr man von den Facetten der Welt und der Elfen in Erfahrung bringt, desto hervorstechender wird die tatsächliche Wahrheit, die die Elfen hinter dem ganzen „Glimmer“ verstecken wollen.

War ich verliebt in das, was er verkörperte – den wehmütigen Herbstwinden und das Versprechen, den ewigen Sommer zu beenden?

S.180

Rook war von Anfang an unglaublich faszinierend. Anders als bei den anderen Elfen erkennt man in seinen Augen und seinem Verhalten etwas Menschliches. Und eben diese Gefühle bringen sowohl ihn als auch Isobel in eine äußerst missliche Lage. Ich mochte seine Art wirklich sehr, manchmal war er wie ein Kleinkind, störrisch, arrogant und dann wieder liebevoll. Er hat mich unaufhörlich zum Lächeln gebracht und sich ohne Umwege sofort in mein Herz gekämpft.

Die Storyline fand ich gut durchdacht, jedoch nicht unbedingt unvorhersehbar. An manchen Stellen verliefen die Momente viel zu schnell ab. Ich hätte mir da gewünscht, dass es ein wenig langsamer vonstattengeht. Andersrum folgten dann auch wieder Augenblicke, die sich gezogen haben. Durch den Schreibstil empfand ich es zwar nicht als sonderlich schlimm, aber dennoch hat es mich manchmal gestört.

Zuletzt ein weiter riesengroßer Pluspunkt: Rogersons Beschreibungen sind traumhaft. Erst ihre Worte verliehen der Geschichte ein ganz besonders Flair und hauchten den Charakteren Leben und Einzigartigkeit ein. Es hat mir unfassbaren Spaß bereitet, ihren Worten zu folgen.

Rabenprinz ist ein Herzensstück – für mich. Es ist nicht perfekt, aber gerade diese Unvollkommenheit spiegelt so viel der Geschichte wieder. Ich bin mir sicher, dass es keine Geschichte für jedermann ist, aber ich fand es einfach nur toll. Ein Buch, das ich immer wieder lesen könnte!

5 von 5 Sternen

Über die Autorin:

Wenn Margaret Rogerson nicht gerade schreibt, trifft man sie beim Malen, Lesen, Gaming, Puddingkochen oder auf der Suche nach Kröten und Pilzen im Wald an. Zu ihren Hobbies zählen außerdem das Sammeln seltsamer Schals und der Konsum von mehr Dokumentationen als sozial akzeptabel wäre (das behaupten zumindest einige). Derzeit lebt sie im Norden von Cincinnati, Ohio.

Shadow Tales – Das Licht der fünf Monde | Rezensionsexemplar

Magie der Monde, eine Protagonistin auf der Suche und ein unglaublich schöner Schreibstil – Shadow Tales hat mich entführt und nicht mehr fortgehen lassen.

Allgemeines zum Buch

Titel: Shadow Tales – Das Licht der fünf Monde
Autor/in: Isabell May
ISBN: 978-3-8466-0096-2
Verlag: One – Bastei Lübbe
Genre: YA Fantasy
Seitenzahl:400
Preis: 17,00€

Link zum Buch

Klappentext:

Die verträumte Lelani wächst in einem Dorf im Königreich Vael auf. Schon immer spürt sie eine starke Verbindung zu den fünf magischen Monden, die nachts über ihr erstrahlen. Als sich an ihrem 18. Geburtstag das Amulett öffnet, das ihre Eltern ihr hinterlassen haben, steht Lelanis Welt auf einmal Kopf. Zusammen mit ihrem besten Freund Haze macht sie sich auf die Reise, ihre wahre Bestimmung zu erfüllen – und gerät in einen Strudel aus Gefühlen, Selbstfindung und dunkler Magie …

Meine Meinung:

Fantasy ist vielfaltig, gibt Ideen und Möglichkeiten, die alle etwas Einzigartiges an sich haben, sich nicht an Naturgesetze halten müssen. Und Shadow Tales hat mich mit seiner Magie wirklich umgehauen. Jede Zeile sprühte Funken und jeder Satz gab ein leichtes Zischen von sich. Die Geschichte rund um Lelani ist unglaublich detailreich und vielschichtig, weist zwar Stärken und Schwächen auf, aber im Grunde hat es von Seite eins bis zum letzten vergangenen Vers mein Herz erwärmt, es schneller schlagen lassen und mit Phantasie erfüllt, nach der ich in der letzten Zeit vergeblich gesucht hatte.

Dank Lesejury durfte ich das Manuskript vorab lesen, deswegen ein Riesen großes Dankeschön!

Isabells Schreibstil hat mich bereits bei der Leseprobe vollkommen begeistert. Ihre Schreibweise hat etwas Poetisches an sich, ihre Worte sind magisch und zugleich treffsicher mit ihren Emotionen. Mich hat es nicht nur gecatcht, sondern wirklich mitgerissen.

Durch die malerischen Beschreibungen wurde das Bild in meinem Kopf zu einem Spielfilm, der sich in bahnbrechender Geschwindigkeit abgespielt hatte und zugleich nicht detailreicher hätte sein können. Ich würde euch jetzt so gern mehr über die Magie und den Ort bzw. die Welt erzählen, aber ich will keineswegs zu viel verraten. Deswegen kann ich nur sagen, liest es und lasst euch überraschen. Geht vielleicht ein klein wenig blind an die Sache heran und lasst euch von Isabells Worten hinfort tragen, ohne Erwartungen oder voreingenommenen Theorien zu haben.

Lelani als Hauptprotagonisten hat mich oft etwas überrascht. Aufgewachsen in einem wohlbehüteten Dorf ist sie Gefahren nie aus nächster Nähe entgegengetreten, musste sich nicht der Fremde des Landes stellen oder gar den Angelegenheiten am Königshofe der High Lady Beachtung schenken. Als sie dann mit ihrem besten Freund Haze auf eine Reise geht, ihre Sachen packt und das Dorf verlässt, ist sie nicht unbedingt von Angst erfasst. An die ein oder andere Angelegenheit mag sie in meinen Augen trotz ihrer Unerfahrenheit zu blauäugig herangehen, zu naiv. Dennoch finde ich, dass sie eine deutliche Charakterentwicklung durchmacht, sie gewinnt an Selbstvertrauen, an Selbstbewusstsein, vielleicht gerade dadurch, dass sie ihre Schwächen auf der ereignisreichen Reise näher kennenlernt.

Magie war nicht nur ein Werkzeug, das man nach Belieben einsetzen konnte, sie veränderte auch denjenigen, der sie wirkte.

S. 102

Neben Lelani stellen sich noch die Charaktere Haze, Lelanis bester Freund seit Kindertagen, und Kyran, ein -wie soll ich sagen- Krieger der Regentin des Landes, in den Mittelpunkt der Geschichte. Zwischen den Dreien entwickelt sich eine gewisse Dreiecksbeziehung und obwohl ich nicht unbedingt ein Fan von solch einem „Drama“ bin, hat es mich bei Shadow Tales doch wirklich gepackt. Haze ist mehr verschlossener, rationaldenkend und auf jede Gefahr gefasst. Wohingegen Kyran das komplette Gegenteil darstellt. Er ist arrogant, viel zu sehr von sich selbst überzeug, immer mit einem Lächeln bei jeder noch so komplizierten Angelegenheit. Sie sind wie Mond und Sonne, wie eine rote und eine weiße Rose. Und ich bin beiden verfallen.

Die Handlung wird einmal aus der Sicht von Lelani erzählt und zusätzlich aus der dritten Person der High Lady. Dadurch gelang es Isabell auf jeden Fall Spannung zu erzeugen und das Geheimnisvolle der Geschichte beizutragen. Was mich hier doch etwas gestört hatte, war die Vorhersehbarkeit gewisser Aspekte: Viele Dinge lassen sich bereits erahnen und später finden sie Bestätigung. Ich hätte mir hier gewünscht, dass es überraschender gewesen wäre und die ein oder andere unvorhersehbare Wendung stattgefunden hätte.

Dennoch war es eine wunderschöne Geschichte, die ich jedem Fantasyliebhaber nur ans Herz legen kann. Jetzt heißt es: warten, bis der nächste Teil erscheint 🙂

4 von 5 Sternen

Zur Autorin:

Isabell May, geb. 1985 in Österreich, studierte Germanistik, Bibliothekswesen und einige Semester Journalismus und PR. Es vergeht kein Tag, an dem sie nicht schreibt: Schon als Kind hat sie begonnen, Kurzgeschichten und ganze Romane zu schreiben. Nach Close to you folgt nun ihr Fantasy-Debut bei ONE. Die Autorin lebt in der Nähe von Aachen.

Duty & Desire – Verboten sinnlich | Rezensionsexemplar

Die Geschichte um die Rekruten der New Yorker Polizeiakademie geht weiter…

Allgemeines zum Buch

Titel: Duty & Desire – Verboten sinnlich
Autor/in: Tessa Bailey
Verlag: Kyss – Rowohlt 
ISBN: 978-3-499-27577-7
Genre: New Adult
Seitenzahl: 368
 
Preis: 12,99€ (Paperback)
 

Klappentext:

Die Polizeiakademie bereitet sie auf alles vor. Nur nicht auf die Liebe …
Jack Garrett ist nur wegen einer verlorenen Wette auf der Polizeiakademie. Cop zu werden ist für ihn keine Berufung, sondern eine Möglichkeit, Rechnungen zu bezahlen. Seine Nächte verbringt er damit, Erinnerungen in Alkohol zu ertränken und sich in One-Night-Stands zu verlieren. Niemand ahnt, warum er das tut, und genau so soll es bleiben. Manche Geheimnisse sind zu groß, zu dunkel, um sie zu teilen. Doch dann lernt er eines Abends eine irische Touristin kennen und ist sofort fasziniert von Katies offener, ehrlicher Art. Er raubt ihr noch am ersten Abend einen Kuss, ohne zu ahnen, welche Konsequenzen diese Begegnung haben wird …

Sinnlich, gefühlvoll, berührend: Der zweite Band der Duty&Desire-Trilogie um drei Polizeirekruten in New York.

Meine Meinung:

Obwohl mich der erste Teil der Duty&Desire-Trilogie zum Ende hin ein wenig enttäuscht hatte, wollte ich dennoch den zweiten Band der Reihe lesen. Ausschlaggebender Grund war vor allem die Leseprobe gewesen. Jack schien mehr nach meinem „Lesegeschmack“ zu sein. Und zu Beginn der Geschichte hat sich mein erstes Gefühl bestätigt. Ein Dankeschön geht an den Kyss-Verlag, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat! 

Tessa Schreibstil war mal wieder flüssig und angenehm zu lesen. Der Grundaufbau der Handlung hat mir eigentlich auch ganz gut gefallen, da das Einbeziehen der Polizeiakademie noch größer als im ersten Band ausgefallen ist. Bei den ersten zwei Dritteln hat mir das Lesen wirklich gefallen, obwohl mich von Beginn an die Story nicht so richtig fesseln konnte.

Katie fand ich von der ersten Sekunde an sympathisch. Ihr Charakter präsentierte eine starke, ehrliche und zugleich auch sehr verletzliche Frau. Hinter ihrer Fassade steckt viel verborgen, dass man im Laufe der Geschichte mehr zu verstehen lernt. Von Tessa hat sie Eigenschaften und Interessen bekommen, die mal nicht dem typischen Rahmen entsprachen. Trotzdem war viel von ihr immer noch auf die klischeehafte Irin zurückzuführen, wodurch sie mich dann doch nicht ganz von sich überzeugen konnte. 

Mit Jack verlief es ähnlich: Einerseits mochte ich ihn, seine Art ging mir aber irgendwann einfach … an die Nieren. 

Ein weiterer großer Minuspunkt war auf jeden Fall der Sextalk. Ich habe nichts gegen den Erotikanteil, wirklich nicht, aber die Unterhaltung der beiden und vor allem Jacks Worte waren mir irgendwann zu viel. Einiges habe ich letztendlich nur noch überflogen. Leider war die Storyline auch nicht unbedingt unvorhersehbar. Man konnte sich im Verlauf immer mehr zusammenreimen und wusste irgendwann, worauf das ganze hinauslaufen würde. Dadurch fehlte mir der Drang weiterlesen zu wollen und die Spannung war einfach nicht greifbar.

Ebenso konnte man auch keine wirkliche Charakterentwicklung wahrnehmen. Natürlich sind die beiden am Ende anders als am Anfang, aber die zentralen Probleme schienen einfach durch einen Windhauch hinfort geweht worden zu sein. Ähnlich verlief es mit den Gefühlen. Bereits von der ersten Begegnung an spüren die Protagonisten für den jeweils anderen etwas, das sie noch nie zuvor empfunden haben – an dieser Stelle: Hallo Klischee! – und der weitere Tiefgang der Gefühle blieb vollkommen auf der Strecke. Wie im ersten Band verlief auch das Ende zu kitschig und teils unrealistisch. 

Im Vergleich zu Ever & Charlie liegt der zweite Teil der „Duty&Desire“ etwa gleich auf. Wer nach einer Geschichte für zwischendurch sucht, sollte die Reihe vielleicht mal ausprobieren. Ich bin mir sicher, für manche sind die Bücher gefühlvoll genug, mir hat allerdings einfach ein wenig gefehlt.

3 von 5 Sternen

Zur Autorin:

Tessa Bailey, aufgewachsen in Kalifornien, studierte am Kingsborough Community College und an der Pace-University in New York. Ihr Studium finanzierte sie sich als Kellnerin. Nach ihrem Abschluss versuchte sie sich als Journalistin, doch die Arbeit an ihren eigenen Geschichten zog schnell ihre ganze Aufmerksamkeit auf sich. Tessa Bailey hat bereits über zwanzig Romane veröffentlicht und stand mehrfach auf den Bestsellerlisten der New York Times und der USA Today. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Long Island, New York. 

Eisfunken – Gefährliche Melodien – Rezensionsexemplar

Zu Beginn möchte ich einmal sagen, wie sehr ich mich darüber gefreut habe, dass ich zu Magdalenas Bloggerteam dazugehören durfte. Für mich war es das erste Mal wirklich von Anfang an dabei zu sein und ich bin froh darüber, diese Erfahrung gemacht haben zu können. Dankeschön! Und natürlich geht ein großes Dankeschön an den Isegrim Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. 

So jetzt aber zum Buch:

Was wäre, wenn ein Fremder durch einen Blick die Tiefen deiner Seele erschüttern könnte? Wenn alte Ängste sich wieder in dein Herz gefressen haben und nur der Mann mit dem eiskalten Blick die Furcht lindern kann? Die junge Biologiestudentin Marlena trifft durch Zufall immer wieder auf den gefühlskalten Musikstudenten Valentin. Nur ein einziger Blick – und Marlena weiß, dass sich etwas verändert hat. Dumm nur, dass Valentin ein arroganter Arsch ist, aus dessen kalten, blauen Augen förmlich Eisfunken sprühen, wenn er sie ansieht. Ob die beiden es wollen oder nicht: etwas verbindet sie. Doch was hinter Valentins bröckelnder Unnahbarkeit zum Vorschein kommt, verändert alles…

Meine Meinung: 

Marlenas Charakter hat mich sehr gut gefallen: Sie besitzt eine äußerst erfrischende Art, ist unglaublich selbstbewusst und zugleich doch von einer Last betroffen, die sie kaum tragen kann. Je mehr man liest, desto mehr erfährt man über ihre Hintergrundgeschichte, erfährt von einer Vergangenheit, die alles andere als leicht für sie gewesen sein musste. Gerade deswegen sticht ihr besonderer Humor nur noch mehr heraus und hat rückblickend auch irgendwie etwas Trauriges an sich. 

So viel man allerdings über Marlene in Erfahrung bringen konnte, so viele Fragen umgaben Valentin. Das Geheimnisvolle knistert wie Funken um ihn herum und nur kurz ergaben sie zusammen ein Bild, das in einem anderen Moment schon wieder verschwunden war. Und obwohl man kaum etwas über ihn wusste, hatte ich trotzdem das Gefühl, ihn zu kennen und vor allem zu mögen. 

Bereits von der ersten Seite an empfand ich Magdalenas Schreibstil als sehr angenehm zu lesen. Valentins und Marlena Geschichte ist einfach unfassbar gut geschrieben und das Zusammenspiel von Gefühl und Humor war perfekt gewählt. Auch die beiden Protagonisten waren sehr gut ausgearbeitet. Besonders Valentins Kapitel haben mich immer neugieriger auf den weiteren Verlauf der Story gemacht und schon fast zum Weiterlesen gezwungen. 

Der Fantasy Aspekt blieb bis zur letzten Seite ungeklärt und auch jetzt stehen noch einige Fragen im Raum, die darauf warten beantwortet zu werden. Eine Sache, die mich ein wenig gestört hatte, war das Ende. Mir kam es sehr gehetzt und dadurch ein wenig unrealistisch vor. Alles ging in meinen Augen zu schnell. Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass dem Übernatürlichen noch eine größere Rolle eingeräumt gewesen wäre. Vermutlich wird das jedoch im nächsten Band folgen. 

Trotzdem hat mir das Buch im Gesamten sehr gut gefallen und ich bin gespannt auf den nächsten Teil. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

4,5 von 5 Sternen

Constellation – Gegen alle Sterne – Rezensionsexemplar

Sci-Fi und Romantic? Ich muss zugeben: Ein ganz kleiner Sci-Fi Liebhaber steckt schon in mir drinnen und würde mich jemand dazu zwingen, mich zwischen einer Liebeskomödie und einem Sci-Fi-Film zu entscheiden, fiele meine Wahl auf den Sci-Fi-Film. Aber gelesen habe ich in diesem Genre bisher noch nichts. Deswegen war ich umso gespannter auf den Roman von Claudia Grey und bin wirklich nicht enttäuscht worden.

Er ist programmiert, sie zu töten. Sie ist bereit, ihn zu vernichten. Bis sie sich näher kommen als gedacht …

Noemi ist bereit zu sterben, um ihren Planeten gegen die Erde zu verteidigen. Als sie in einem verlassenen Raumschiff nach Hilfe für ihre schwer verletzte Freundin sucht, trifft sie auf Abel, die perfekteste künstliche Intelligenz, die je entwickelt wurde. Er ist programmiert, sie zu töten. Gleichzeitig aber muss Abel dem ranghöchsten Menschen an Bord gehorchen. So gelingt es Noemi, ihm das Geheimnis zu entlocken, das ihren Planeten retten kann. Dafür müsste sie Abel zerstören. Doch Abel sieht nicht nur aus wie ein Mensch aus Fleisch und Blut. Je näher sich die beiden auf der lebensgefährlichen Mission kommen, desto klarer wird Noemi: Er fühlt auch wie ein Mensch. Bald steht er längst nicht mehr nur aus programmiertem Gehorsam zu ihr. Aber ist er wirklich frei, alles für sie zu tun?

Die Charaktere, die Claudia erschaffen hat, besitzen eine zweifelsohne besondere Ausstrahlung. Noemi ist stark, selbst – und pflichtbewusst, zielorientiert und dennoch ist sie von einer solchen Unwissenheit über ihre eigenen Stärken geprägt, dass sie mich mehr als einmal überrascht hat. Geplagt von dem Gefühl für ihre Pflegeeltern immer nur eine Last gewesen zu sein, hat sich eine ungemeine Krümmung in ihrer Selbstwahrnehmung verewigt, die erst durch Abel gelöst wurde. Ihre Gedanken, ihre Intelligenz und ebendiese, die sich unentwegt in Claudias Schreibstil widerspiegelt, verlangte bei mir selbst immerzu nach Aufmerksamkeit, um zu verstehen. Zu Beginn fiel es mir wahnsinnig schwer, aber je mehr ich in der Geschichte vorankam, desto flüssiger konnte ich lesen und desto tiefer wurde ich in die Handlung hineingezogen.

Ebenso fasziniert mich auch Abel. Er, als der komplexeste und am weitesten entwickelte Mech, besitzt nicht nur die Fähigkeiten, die wir uns bei einer künstlichen Intelligenz vorstellen. Er fühlt, denkt, wie es ein Mensch tut. Und er träumt. Die Idee hinter Abels Charakter verlangt nicht nur nach der Frage, inwieweit ist künstliche Intelligenz als richtig anzusehen, sondern inwiefern kann man verantworten, was sich entwickeln kann, wenn es dazu in der Lage ist. Doch noch viel mehr stecht hervor: Was macht einen Menschen, was macht eine Seele aus, um als solcher bzw. solche betrachtet werden zu können?

Abel und auch Noemi durchlaufen während ihrer Reise eine Entwicklung, die in all der detailreichen Welt oder vielmehr Universum nicht untergeht. Die Beziehung der beiden ist federleicht, zaghaft und geht doch tiefer, als es den bloßen Anschein erregt. Besonders zum Ende konnte man diese Verbindung zwischen den beiden selbst fühlen. Und, obwohl das Ende auf jeden Fall genug offen ließ für eine Fortsetzung,  fand ich es trotzdem als einen guten Abschluss. Fragen sind offen, warten darauf beantwortet zu werden und der Drang danach den nächsten Teil lesen zu wollen besteht auf jeden Fall, aber dennoch ist da nicht dieser Druck.

Ich bin gespannt, wie es weitergehen wird und kann die Geschichte von Noemi und Abel jedem ans Herz legen, der sich mal in Sci-Fi ausprobieren will. Der Romance Anteil ist nicht zu einnehmend und lässt mehr als genug Platz für die Faszination für das Setting.

4,5 von 5 Sternen

Link zum Buch

Spark – light my sky – Rezensionsexemplar

Spark ist der erste Teil der ‚Die Elite‘-Reihe und ist ein Rezensionsexemplar des Carlsen Verlags. An dieser Stelle ein großes Dankeschön!

Klappentext:

Willkommen in den obersten Rängen der Gesellschaft…

Kurz vor ihrer Volljährigkeit stellt sich heraus, dass Malia zu den Glücklichen der Gesellschaft gehört – den Menschen, denen eine außerordentliche Gabe zuteilgeworden ist. Von einem Tag auf den anderen zählt sie zur High Society des Landes: der ELITE. Aber für die verschlossene, immerzu unsichtbar bleibende Malia geht damit ein Albtraum in Erfüllung. Nicht nur richten sich plötzlich sämtliche Augen der Nation auf sie, auch muss sie sich als Trägerin eines übernatürlichen Elements ausgerechnet von dem bislang unerreichbaren High Society Boy Christopher Collins ausbilden lassen. Dem Jungen, in den sie seit Jahren heimlich verliebt ist und in dessen Augen das gleiche Feuer lodert wie in ihren…

– M e i n e  M e i n u n g –

Der Einstieg in die Geschichte ist mir wirklich leicht gefallen, da man sofort in die Welt und die Handlung hineingeschmissen wurde. Auch Viviens Schreibstil ist wirklich super und hat mich das Buch innerhalb eines Tages durchlesen lassen.

Malia ist eine sehr schüchterne Person, obwohl ich sie dennoch nicht als die ‚typische‘ schüchterne Protagonisten abstempeln würde. Anhand ihrer Gedanken und auch ihrer mit der Zeit entschlossener werdenden Art wird doch deutlich, dass sie nicht gerade jemand ist, der immer nur das Beste im Menschen sieht und alles Unrecht herunterschluckt. Sie hat etwas Temperament und gerade deswegen konnte ich mich sehr gut mit ihr identifizieren. Durch den Verlust, den ihre Familie durchlitten hatte, ist auch in ihr etwas zu Bruch gegangen und hat gleichzeitig etwas um ihr eigenes Herz errichtet. Trotzdem wird sie im Laufe der Geschichte immer selbstbewusster und sich ihrer Gefühle mehr bewusst. Irgendwie stärker…

Chris hat mich beim ersten Eindruck nicht gerade überwältigt. Mein erster Gedanke war lediglich, wie unsympathisch und übermäßig arrogant er doch ist. Allerdings hat er es mit der Zeit geschafft, mich von etwas anderem zu überzeugen. Jedoch gab es immer wieder Situationen, in denen ich ihm am liebsten körperliche Schmerzen zugefügt hätte. Ob ich ihn nun mag oder nicht, kann ich nicht einmal sagen, aber irgendwie hat er doch etwas, das einen nicht gerade locker lässt und auf besondere Art und Weise fasziniert.

Das Worldbuilding hat mir ebenso gut gefallen, wie es auch die Nebencharaktere taten. Die Idee der durch Gentherapie hervorgerufenen übernatürlichen Kräfte ist mal etwas, das mir so in der Form noch nicht begegnet ist und hat mich auf jeden Fall neugierig gemacht. Auch der Handlungsverlauf war nicht schlecht, aber dennoch ist rückblickend nicht wirklich viel passiert. Es gibt ein Haufen unbeantworteter Fragen, der zum Ende nur noch größer geworden ist. Außerdem gibt der Klappentext doch Ausblick auf eine Liebesgeschichte, die im Vordergrund steht, es im Buch allerdings nicht wirklich tut. Es war schade, dass die Momente zwischen Malia und Chris so gering ausgefallen sind.

Im Grunde ist es doch ein gelungener Fantasy Reihenauftakt, sodass ich die Reihe gerne weiterlesen möchte. Für jeden Fantasyfan, der auf ein wenig Herzschmerz und Liebesdrama steht, ist es auf jeden Fall lesenswert.

3,5 – 4 von 5 Sternen 

I n f o s zum Buch:

Titel: Spark – light my sky

Autor: Vivien Summer

Verlag: Carlsen

Sprache: Deutsch

ISBN 978-3551317216

Seitenanzahl: 348 Seiten

Preis: 7,99€

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