Die Tiermagierin – Schattentanz | Rezension

Als der Kyss-Verlag den ersten Fantasyroman angekündigt hat, war ich hin und weg. Sowohl das Cover als auch der Klappentext konnten mich sofort für sich gewinnen und ich habe das Erscheinungsdatum mit strahlenden Augen entgegen gesehnt. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, es endlich in Händen halten zu dürfen. Aus diesem Grund geht ein großes Dankeschön an den Kyss-Verlag für das Rezensionsexemplar!

// Allgemeines: 

Titel: Die Tiermagierin – Schattentanz

Autorin: Maxym M. Martineau

Verlag: Kyss

Genre: romantische Fantasy (New Adult) 

ISBN: 978-3-499-00522-0

Seitenanzahl: 512 Seiten

Preis: 14,99€

// Klappentext: 

GEFÄHRLICHE MAGIE

Leena ist eine Tiermagierin. Mit ihren Kräften kann sie eine einzigartige, tiefe Verbindung zu magischen Wesen herstellen. Doch der Prozess birgt Gefahren. Ist das Tierwesen zu mächtig, endet er meist mit dem Tod des Tiermagiers.

DUNKLE HERZEN

Noc ist ein Assassine. Seine Welt sind die Schatten. Liebe darf er sich nicht erlauben, ebenso wenig wie Gnade. Denn hat er erst mal einen Auftrag angenommen, zwingt ihn die dunkle Magie seiner Gilde, ihn auszuführen. Oder selbst zu sterben.

VERBOTENE LIEBE

Leena und Noc. Magierin und Mörder. Er soll sie töten, sie macht ihm ein Angebot, das er nicht ausschlagen kann. Es ist undenkbar, dass sie Gefühle füreinander entwickeln. Unmöglich. Und doch geschieht genau das …

Mitreißend, romantisch, magisch! – Der Auftakt der Tiermagier-Trilogie

// Meine Meinung: 

Kennt ihr die Bücher, die euch schon mit dem ersten Satz zum Lachen bringen? Wenn nicht, dieses Buch ist eines von ihnen. Für mich stand schon auf der ersten Seite fest, dass ich diese Geschichte unendlich lieben werde und einen Platz bei meinen Lieblingen hat der Roman definitiv bekommen. Als Reihenauftakt legt der erste Band die Messlatte schon weit nach oben.

Leena ist Tiermagierin und die Magie, die sich in der Welt, die die Autorin geschaffen hat, wiederfindet, war atemberaubend. Zu Beginn waren die vielerlei Namen und die grundlegenden magischen Elemente etwas viel auf einmal, doch nach einer Zeit fühlt man sich in der Welt unglaublich wohl. Die Autorin hat es geschafft, dass in meinem Kopf ein genaues Bild von der Umgebung und den Menschen entstanden ist und auch die Tierwesen waren auf wundervolle Weise mit Worten illustriert, sodass man sich genau vorstellen konnte, wie sie aussehen. Darüber hinaus findet sich auf den letzten Seiten des Buches ein Bestiarium, in dem viele Tiere detaillierter beschrieben werden und zu einigen gibt es sogar Illustrationen. Gerade das spiegelt wider, wie detailreich die Welt aufgebaut ist und wie intensiv sich die Autorin mit ihrer Idee beschäftig hat.

»Ganz egal, wie sehr du dich anstrengst, ganz egal, wie viele Kämpfe du gewinnst, mich wirst du niemals überleben.« 

– Noc (S.136)

Leena hat mir vom Charakter her sogar ein Ticken besser gefallen als Noc. Ich mochte ihre liebevolle und zugleich toughe Art wirklich sehr. Sie geht sanft und sorgsam mit ihren Tieren um, während sie versucht, ihren Weg zu finden und am Leben zu bleiben. Auf der anderen Seite ist ist stark und weiß, was sie will. Ihre Entscheidungen waren stets nachvollziehbar und wirkten nie übereilt. Noc war ein ziemlich interessanter Protagonist, aus dessen Sicht ich ebenfalls gerne gelesen habe. Auch die Nebencharaktere sind von der Autorin mit viel Liebe zum Leben erweckt worden und ich hatte wirklich nie Probleme, nicht zu wissen, wer jetzt wer war. Jeder Protagonist hat eine eigene Persönlichkeit, die gut herausgearbeitet ist, wodurch jeder in seiner Individualität aus der Masse heraussticht.

Die Entwicklung der Geschichte war nicht unbedingt unvorhersehbar, blieb aber stets spannend und konnte mich wirklich fesseln. Die Liebesgeschichte steht zu Beginn nicht unbedingt im Vordergrund, jedoch wird schon schnell klar, dass es da etwas gibt, was sich zwischen den Hauptprotagonisten entwickeln wird. Ich hätte mir gewünscht, dass die Gefühle nicht so plötzlich erschienen wären, sondern die Entwicklung ersichtlicher gewesen wäre. Ein weitere klitzekleiner Kritikpunkt ist die Entwicklung von Noc. Zu Beginn ist er noch sehr distanziert und hat mit den Gefühlen stark zu kämpfen. Zum Ende hin wird er mir jedoch zu schnulzig. Er sieht nur noch Leena und vergisst in meinen Augen die Verantwortung, die er trägt.

»Ich konnte ihr nicht sagen, wie ich empfand. Ich wusste nur, dass nichts zu sagen manchmal besser war als die Wahrheit. Selbst wenn es sie verletzte.«

– Noc (S.278)

Das große Finale und der Epilog waren großartig und ließen noch ein paar Fragen für den zweiten Band offen. Dennoch empfand ich die Handlung für den ersten Teil in sich etwas abgeschlossener, da der Handlungsstrang zu Ende erzählt wurde und mit keinem Cliffhanger geendet hat. So ist das Warten auf den nächsten Band ein wenig erträglicher. Zum Schreibstil kann ich nur sagen, dass ich durch die Seiten geflogen bin und einige Absätze wirklich wunderschön geschrieben wurden. Ein paar Stellen sind sogar markiert worden.

Ich warte nun gespannt auf den nächsten Band und bin neugierig darauf, wie sich die Geschichte von Leena und Noc weiterentwickeln wird. Von mir gibt es eine klare Empfehlung und ich lege euch das Buch wirklich ans Herz.

4,5 von 5 Sternen

// Fazit: 

»Eine romantische Reise nach dem Herzen in einer faszinierenden Welt voller Magie.«

— bookdragoon

Making Faces – Amy Harmon | Rezension

Sterben ist einfach.

Die wahre Herausforderung ist das Leben.

Mit diesen Worten beginnt der Klappentext von »Making Faces« und ich wüsste keine besseren, um den Inhalt des Romans zusammenzufassen.

Vielen Dank an den Lyx-Verlag für das Rezensionsexemplar!

// Allgemeines:

Titel: Making Faces

Autorin: Amy Harmon

Verlag: Lyx

Genre: New Adult

ISBN: 978-3-7363-1281-4

Seitenanzahl: 381 Seiten

Preis: 12,90€

// Klappentext:

Sterben ist einfach. Die wahre Herausforderung ist das Leben.Seit sie denken kann, ist Fern Taylor in Ambrose Young verliebt. Ambrose, der überall beliebt ist und so schön, dass ein unscheinbares Mädchen wie Fern niemals auch nur auf die Idee gekommen wäre, bei ihm eine Chance zu haben. Ihre Freizeit verbringt sie mit ihrem besten Freund Bailey, der an den Rollstuhl gefesselt ist, aber dennoch das Leben mit jeder Faser aufsaugen will. Eigentlich schien es ganz klar, was die Zukunft für sie bereithält. Bis zu dem Moment, als Ambrose Fern endlich »sieht«, aber so zerbrochen ist, dass sie nicht weiß, ob ihre Liebe genug sein wird …

// Meine Meinung:

Auf den ersten Blick klingt der Klappentext nach dem gleichen nichtsaussagenden Kram, der immerzu auf der Rückseite von New Adult Büchern zu finden ist. Was mich letztendlich dazu bewegt hat, das Buch anzufragen, war Colleen Hoovers Zitat darunter.

Ich war neugierig darauf, was sich wohl hinter dem Cover befinden sollte, und schon mit den ersten Zeilen ist mir aufgefallen, wie anders diese Geschichte ist. Und gleichermaßen, wie sehr die üblichen Klischees wiederholt aufgegriffen wurden. Gerade der Schreibstil bzw. die Er-Sie-Perspektive hat es mir schwer gemacht, in die Story hineinzufinden. Neben Ambrose und Fern werden ebenso die Gefühle anderer Nebencharaktere in ausgewählten Szenen angerissen, wodurch die Handlung in vielerlei Momenten durch einen allwissenden Erzähler ausgedrückt wird. Für mich ist es einfach schwierig, in einer auf diese Weise erzählten Geschichte hineinzutauchen. Das ist allerdings von Leser zu Leser unterschiedlich.

Die Verbindung zu den Charakteren ist mit Sicherheit da, doch ich habe keinen Weg gefunden, den Protagonisten wirklich nahezukommen. Natürlich, einige Sachen sind tragisch, auf wundervolle Weise niedergeschrieben oder allein durch ihre wahrheitsgemäße Aussagekraft sehr emotional und haben mir Tränen in die Augen treten lassen, aber dieses letzte Fünkchen, um ihm Roman wahrhaftig ankommen zu können, ist stets ein paar Schritte entfernt gewesen.

Das Setting ist die typische amerikanische Kleinstadt. Der christliche Glaube ist durch die Vaterfigur von Fern, der als Pastor arbeitet, stark im Vordergrund, doch auf eine gute Art. Die gelegentlichen Phrasen des Pastors konnten den Charakteren helfen und boten immer wieder ein paar Sätze, die auch für einen selbst eine gewisse Lehre mit sich zogen. Was mir manchmal stark auf die Nerven gegangen ist, ist die stetige Wiederholung von Ferns immer wiederkehrenden, unaufhörlichen Getue, wie hässlich sie doch sei. Dieses »Ich bin nicht gut genug für ihn« wird an einem Punkt unglaubwürdig und aufgesetzt, weil es einfach zu oft immer und immer wieder in den Mittelpunkt gedrängt wurde. Es war schade, weil die Geschichte weit aus mehr Potential gehabt hätte.

Ein paar Worte zur Handlung: Der Plot ist nicht unbedingt von unnötigen Drama durchzogen und besitzt einen gefühlvollen Charakter. An manchen Stellen entsteht eine gewisse Spannung, wodurch ich in diesen Momenten einem kurzen Sog verfallen bin und das Buch für ein paar Seiten kaum aus der Hand legen konnte. Trotz dessen finden sich einige Stellen, die sich wahnsinnig gezogen haben. Dadurch habe ich viele Sätze nur überflogen und bloß wirklich das aufmerksam gelesen, das mich fesseln konnte.

Ich bin mir sicher, für manche könnte es Lieblingsbuch-Potential haben und ich gebe jedem die Empfehlung, sich selbst ein Bild von der Geschichte zu machen – was man sowieso immer machen sollte. Meine Geschichte war es nur leider nicht.

3 von 5 Sternen

Don’t Love Me – Lena Kiefer | Rezension

Vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Allgemeines:

Titel: Don’t Love Me

Autorin: Lena Kiefer

Verlag: Cbm Jugendbuch

Genre: New Adult, Liebesroman

ISBN: 978-3-570-16598-0

Preis: 12,90 €

Klappentext:

ER hat ein dunkles Geheimnis.
SIE ist tabu für ihn.
Haben sie eine Zukunft?

KENZIE ist nicht gerade begeistert davon, in den schottischen Highlands ihr Design-Praktikum zu absolvieren. Doch als sie bei ihrem ersten Auftrag dem jungen Erben der Luxushotelkette begegnet, ändert sich alles. Der attraktive Lyall fasziniert sie von der ersten Minute an. Doch welches Geheimnis verbirgt er hinter seinem abweisenden Verhalten?

LYALL bleibt ein Sommer, um sich am Stammsitz seiner altehrwürdigen Familie zu bewähren. Gelingt ihm das nicht, ist seine Zukunft in Gefahr. Als er der Designstudentin Kenzie begegnet, gerät sein Plan ins Wanken. Denn ihrer Anziehungskraft kann er einfach nicht widerstehen. Doch keiner weiß besser als er, wie verhängnisvoll eine Beziehung zu ihm für sie enden könnte.

„Ein emotionales Auf und Ab der Gefühle im wundervollen Schottland.“

— bookdragoon

Meine Meinung:

Wenn man den Klappentext liest, könnte man meinen: eine weiter New Adult Geschichte, die es schon tausendfach gibt. Zu Beginn war ich etwas skeptisch, aber schon auf den ersten Seiten habe ich gemerkt, wie viel Leben und Detail in den Charakteren steckt. Gerade Kenzie war eine lebensfrohe, starke und nahbare Protagonistin, aus deren Sicht ich unglaublich gerne gelesen habe. Sie hat Ängste und Zweifel, wunde Punkte wie jeder Mensch und erhält dadurch einen unfassbar liebevollen und authentischen Charme, der auch das gesamte Buch über anhält. Sie lässt sich nicht von Lyall unterkriegen, steht für sich ein und besitzt eine eigenwillige Persönlichkeit, die ich wirklich mochte.

Auch Lyall mochte ich sehr. Natürlich ragt er nicht vollkommen über seine klischeebehaftete Rolle hinaus, trotzdem hat er mit seiner Art schnell einen Weg in mein Herz gefunden. Und um ehrlich zu sein, ich mag solche männlichen Rollen doch sehr. Vor allem die Geheimnisse und die Unklarheiten um die vergangenen Geschehnisse haben ihn unglaublich interessant werden lassen. Als Leser wollte man unbedingt erfahren, was es nun damit auf sich hat. Dadurch geriet ich in einen regelrechten Sog, wodurch ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Besonders die kleinen Details, die die Charaktere und auch ihre Beziehung ausmachen, waren sehr schön und haben direkt eine gewisse Nähe und Vertrautheit geschaffen. So gibt es immer wieder Stellen, an denen sich Dinge aus „Stolz und Vorurteil“ finden. Auch die Szene, in der die beiden erstmals aufeinander treffen, ist dank des Schreibstils nicht nur angenehm zu lesen, sondern besitzt gleich eine ganz eigene, individuelle Faszination.

Die Handlung ist nicht unbedingt unvorhersehbar, dennoch fällt man beinahe in die Geschichte hinein und kann nur schwer wieder hinausfinden. Manche Szenen kamen mir etwas unwirklich vor und auch das Ende war zu sehr aus dem Nichts, wodurch es alles etwas unrealistisch wirkte.

Dennoch konnte mich Lena Kiefer besonders durch das Setting überzeugen. Der Kleinstadtcharme ist wundervoll an den Leser herangetragen worden und auch Schottland als Land mit seiner Kultur und seiner Natur hat einen Platz bekommen. Normalerweise gehe ich eher weniger auf das Cover ein, doch hier muss ich anmerken, dass sowohl das Cover als auch der Klappentext der Geschichte nicht unbedingt gerecht wird.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung! Ich habe die Lesestunden wirklich genossen und warte nach diesem unfassbaren Kliffhänger sehnsüchtig auf Band Zwei. Wer einen fesselnden New Adult Roman für Zwischendurch sucht, ist bei diesem Buch auf jeden Fall richtig.

4 von 5 Sternen

Secret Academy – Verborgene Gefühle | Rezension

Ein großes Dankeschön an den One Verlag für das Rezensionsexemplar!

// Allgemeines:

Titel: Secret Academy – Verborgene Gefühle

Autorin: Valentina Fast

Genre: Urban Fantasy / Erzählendes für junge Erwachsene

Verlag: One

Seitenanzahl: 444

ISBN: 978-3-8466-0106-8

Preis: 17,00€

// Klappentext:

Ein kurzes, warmes Lächeln huschte über seine Lippen. Eines, das noch nie für mich bestimmt gewesen war. »Jeder braucht einen würdigen Gegner. Du bist meiner.«

Als angehende Agentin der Londoner Secret Academy – einer Schule für Menschen mit außergewöhnlichen Begabungen – steht die 19-jährige Alexis im Dienst der Krone. Als sie jedoch erfährt, dass ihre kleine Schwester entführt wurde, wirkt auf einmal jeder in ihrem Umfeld verdächtig. Alexis kann niemandem mehr trauen. Nicht ihrem Mitschüler Dean, und erst recht nicht dem Neuen, der Ärger magisch anzuziehen scheint. Doch als ihr klar wird, dass es um mehr als die Rettung ihre Schwester geht, muss sie sich entscheiden. Für die Pflicht – oder für ihr Herz. Der Auftakt einer neuen fesselnden Dilogie von Erfolgsautorin Valentina Fast!


// Kurzmeinung

„Interessante Idee mit „Kingsman“ Vibes, aber letztendlich nicht ganz überzeugend.“

— bookdragoon

// Meine Meinung

Von der Autorin habe ich bisher zwar noch nichts gelesen, dennoch konnte mich der Klappentext sofort überzeugen. Schon vor Erscheinungstermin habe ich sehnsüchtig auf das Buch gewartet und es dann freudestrahlend begonnen. Die Kingsman Vibes hingen schon während der ersten Seiten an der Geschichte.

Der Einstieg ist gut gewählt. So beginnt die Handlung mit einer kurzen Erzählung aus Alexis Vergangenheit, wie sie für die Akademie rekrutiert wurde. Danach folgt ein Zeitsprung in die Gegenwart und man begleitet die Hauptprotagonistin im letzten Jahr ihrer Ausbildung. Die Handlung an sich birgt viele kleine, spannende Momente, konnte mich allerdings nicht vollständig mitreißen. Besonders durch den Klappentext wurde meiner Meinung nach etwas zu viel vorweggenommen. Die Akademie und die Aufgaben, die die angehenden Agenten zu bewältigen hatten, fand ich gut ausgewählt und „authentisch“. Generell sprach mich die Idee schon von Anfang an sehr an.

Die Charaktere waren für mich nicht unbedingt greifbar. Alexis erschien mir im Grunde schon sympathisch und mit ihrer vielschichtigen Persönlichkeit als eine interessante Protagonistin. Einerseits ist sie unglaublich tough und zielstrebig, andererseits doch äußerst emotional. Leider wurde ich trotzdem nicht richtig warm mit ihr. Auch die anderen Charaktere waren zwar da und hatten grundsätzlich schon eine eigene Persönlichkeit, doch eine richtige Verbindung konnte ich nicht zu ihnen aufbauen. Vor allem Dean fand ich als Protagonist irgendwie … bizarr. Bei ihm hatte ich von Anfang an ein sehr merkwürdiges Gefühl und war überhaupt nicht von ihm begeistert. Ganz im Gegenteil aber mit Adam. Gerade die Geheimnisse, die sich um seine Identität und seine Vergangenheit winden, haben mich unheimlich neugierig auf ihn werden lassen.

Der Schreibstil an sich war flüssig und leicht zu lesen. Trotzdem ist mir schon im Prolog aufgefallen, dass es doch sehr jugendhaft ist. Vielleicht bin ich einfach schon zu alt dafür, oder aber, es ist einfach nicht meins. Ich glaube, dass man das an dieser Stelle keinesfalls verallgemeinern kann. Da muss jeder für sich selbst herausfinden, ob er es mag oder nicht.

Um abschließend noch einmal zusammenzufassen: Die Geschichte weißt eine interessante Grundidee auf, während die Handlung mich allerdings nicht richtig fesseln konnte. Gerade die Nähe zu den Charakteren hat mir dabei gefehlt, wodurch die Geschehnisse in einem Rausch an mir vorbeigegangen sind, ohne auf einer emotionalen Ebene angesprochen zu werden. Ich würde sagen, dass es sich um ein gutes Buch handelt, dass man zwischendurch schnell lesen kann und nicht unbedingt anspruchsvoll ist. Das Ende lässt auf jeden Fall genug offene Fragen zurück und führt dazu, dass man am liebsten sofort den nächsten Band lesen will. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und noch ein wenig hin und hergerissen, ob ich weiterlesen soll.

3,5 von 5 Sternen

Wild like a River – Kira Mohn | Rezension

// Allgemeines:

Titel: Wild like a River

Autorin: Kira Mohn

Verlag: Kyss

Genre: zeitgenössischer Liebesroman, New Adult

ISBN: 978-3-499-00399-8

Seitenanzahl: 400

Preis: 12,90€

Klappentext:

In der Stille des Waldes hörst du dein Herz … 
Haven lebt als Tochter eines Rangers in einem von Kanadas Nationalparks. Nirgends fühlt sie sich so wohl wie in der wilden Natur. Menschen hingegen verunsichern sie. Sie weiß nie, was sie sagen, wie sie sich verhalten soll. Die meisten Leute finden sie seltsam. Doch dann begegnet sie Jackson, einem Studenten aus der Stadt. Er bittet sie, ihm ihre Welt zu zeigen. Und plötzlich ist da jemand, der all das, was sie bisher allein erlebt hat, mit ihr teilt. Ein verwirrend schönes, aber auch schmerzhaftes Gefühl. Denn Jackson muss bald wieder zurück in seine eigene Welt …
Emotional und ergreifend – der Auftakt der Kanada-Reihe von Kira Mohn

// Kurzmeinung

„Berührend und besonders – eine Liebesgeschichte in der Weite Kanadas.“

— bookdragoon

// Meine Meinung:

Kira Mohn – für mich ist sie einer der Autorin, die es mir besonders wegen ihrer berührenden Charaktere und ihrem Schreibstil angetan hat. Deswegen war dieses Buch eines der Dinge, die eine Vorfreude in mir ausgelöst haben, sodass ich kaum warten konnte, dass der Herbst endlich anbricht.

In Dänemark wurde „Wild like A River“ dann sofort gestartet und es war anders, als ich es erwartet hatte. Die Geschichte von Jackson und Haven weißt eine Tiefe auf, die in vielen New Adult Romanen verloren geht. Die Natur Kanadas wird von Kira Mohn auf wundervolle Weise beschrieben und man fühlt sich gleich selbst in den Wald und die Welt von Haven stehend. Leider entfernen wir uns dann immer mehr von der Natur und die Geschichte entwickelt sich in eine Richtung, die mich überrascht hat. Trotzdem hätte ich mehr wesentlich mehr Szenen in den Wäldern Kanadas gewünscht. Die Charaktere sind liebevoll, so richtig bin ich allerdings mit ihnen nicht warm geworden. Besonders Jacksons Beschützerinstinkt Haven gegenüber war auf der einen Seite zwar süß, andererseits aber auch unangenehm.

Die Beziehung von den beiden kam mir doch etwas schnell vor. Haven entscheidet sich nach Jacksons Auftreten, den Nationalpark zu verlassen und wird mit einer Welt voller Vorurteile, Menschenmassen und Chaos konfrontiert. Die Autorin schafft es auf beeindruckende Weise, die Stadt aus Havens Sicht darzustellen und entgegen meiner Befürchtungen kann sich die Hauptprotagonistin sogar ganz gut eingliedern. Viele Szenen sind mir dabei richtig nah gegangen und des öfteren musste ich das Buch auf Seite legen.

Insgesamt war besonders der Teil der Geschichte, der im Nationalpark spielt, sehr stark. An manchen Stellen hatte es leider seine Längen und gerade die Liebesgeschichte der beiden konnte mich nicht richtig überzeugen. Der Schreibstil aber war wieder einmal grandios. Es war leicht und flüssig zu lesen, genauso schafft es die Autorin auch die Gefühle der Charaktere auf berührende Weise an den Leser heranzutragen. Der Plot erscheint mir rückblickend gut gewählt, da es kein unnötiges Drama gibt, sondern wirkliche Konflikte, die wunderbar gelöst wurden.

Zusammengefasst ist der Roman wirklich süß, für mich allerdings kein Highlight gewesen.

4 von 5 Sternen

Das sternenlose Meer – Erin Morgenstern | Rezension

Ein großes Dankeschön an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

// Allgemeines:

Titel: Das sternenlose Meer

Autorin: Erin Morgenstern

Verlag: Blessing

Genre: prosaische Fantasy

ISBN: 978-3-89667-657-3

Seitenanzahl: 640 Seiten

Preis: 22,00€

Klappentext:

Eigentlich arbeitet Zachary Ezra Rawlins an seiner Promotion, doch er kommt nicht weiter. Denn immer, wenn er in der Bibliothek ist, sucht er ein Buch auf, das zwischen den Regalen versteckt liegt. Ein Buch, in dem Zachary eines Tages eine Schilderung seiner eigenen Kindheit findet. Aber wie ist das möglich? Auf der Suche nach dem Geheimnis dieses Buches entdeckt Zachary eine unterirdische Welt voller Bücher am Ufer eines sternenlosen Meers, wo er schließlich eine Verschwörung aufdecken und für die Liebe seines Lebens kämpfen muss.

// Kurzmeinung:

„Eine fantasievolle Geschichte voller Poesie über eine unentdeckte Welt der Bücher und das Abenteuer des jungen Zackery Ezra Rawlins.“

— bookdragoon

// Meine Meinung:

Manche Bücher haben dieses gewisse Etwas an sich, das sie zu Geschichten macht, in denen man von der ersten Seite an vollkommen versinkt. Und genau dieses Etwas hat mich von der ersten Zeile an mitgerissen auf eine Reise, die voller Fantasie, voller wärmender Magie und voller Geheimnisse und Rätsel ist, die man lösen will. 

„Das Sternenlose Meer“ ist mein erstes Buch von Erin Morgenstern gewesen und ich bin mir immer noch unschlüssig, ob ich die richtigen Worte finden kann, um meinen Gedanken Ausdruck zu verleihen. Ihr Schreibstil hat mein Herz auf beinahe magische Weise zum Stolpern gebracht. Es sind Sätze, Wörter, ja ganze Abschnitte, die ich immer und immer wieder lesen musste und wollte. Die Art, wie sie mit fast zu simplen Worten ganz bestimmte Gefühle und Gedanken niederschreibt, ist nicht nur beeindruckend – es ist unglaublich. Und es macht mich immer noch sprachlos…

Ich würde euch am liebsten den Buchschnitt zeigen, um damit deutlicher zu machen, wie sehr ich mich in ihre Schreibweise verliebt habe. So viele Sätze und Seiten habe ich bisher noch in keinem Buch markiert und in mir ist eine Stimme wachgeworden, die danach schreit, mehr von ihr lesen zu müssen.

Die Aufteilung des Romans ist ein Mysterium für sich und es hat mich mit einer Neugier angesteckt, all das Wissen um die erfundene Welt in Erfahrung zu bringen. Das Konstrukt aus mehreren Handlungssträngen und gleichzeitig den Geschichten, die man aus Büchern lesen kann, die der Protagonist selbst liest… Es war ein komisches und zugleich faszinierendes Erlebnis. Und es hat dem ganzen Roman an Leben und Greifbarkeit gegeben. Ich bin sicher, manche empfinden es als verwirrend und undurchschaubar, aber ich kann euch nur sagen: Lasst euch darauf ein und versucht zu genießen, anstatt die ganze Zeit bloß verstehen zu wollen. Gerade manche Aussagen einzelner Zeilen haben mich nachdenken lassen. Damit ging es weit über die Liebe für die alleinstehenden Worte hinaus, denn die Bedeutung der Sätze ist viel schwerer und aufwühlender.

Ich liebte es. Die Art und Weise, was der Roman mit mir gemacht hat, was er in mir ausgelöst hat. Nicht viele Autoren und Autorinnen haben eine solche Kraft, die sie in Form von Wörtern ausleben können. Es ist gleichzeitig unfassbar schön zu lesen und andererseits erweckt es in mir den Traum, irgendwann eine ähnliches Gespür für die Silben zu finden, um Leser und Leserinnen mit meinen Geschreibsel nicht nur zu berühren, sondern ihnen mit Worten weit mehr als einen Roman geben zu können.

Auch das Motiv der Bücher und des Lesens, wie es aufgegriffen wurde, war für mich als Liebhaber vom geschriebenen Wort eine Idee, die mich vollkommen begeistern und fesseln konnte.

Ich lege dieses Buch jedem ans Herz, der mehr will, als bloß einen Schritt aus der Realität hinauszuwagen. Dieser Roman ist einzigartig und für die, die sich in einer Geschichte vollkommen verlieren wollen.

5 von 5 Sternen

Die Tränenrebellin – Jay Lahinch | Rezension

// Allgemeines

Titel: Die Tränenrebellin

Autorin: Jay Lahinch

Verlag: Bookapi Verlag

Genre: Romantasy 

ISBN: 978-3982148335

Preis: 13,99€

// Klappentext: 

Auf welcher Seite wirst du stehen, wenn alles, was du bisher kanntest, in sich zusammenbricht? Nach ihrer ereignisreichen Flucht fassen Nava, Jayden und Nate den Entschluss, in die Einzige Stadt zurückzukehren, um die Insel vor dem Untergang zu bewahren. Denn die Tränenmeere drohen, alles unter sich zu begraben, falls das Gleichgewicht der Elemente nicht wiederhergestellt wird. Gemeinsam planen sie eine Rebellion, um die Seelenlosen zu heilen und für eine gerechte Zukunft der Mädchen zu kämpfen. Doch als sie Marenna erreichen, fordert das Schicksal sie erneut heraus. Nun liegt es an Nava, herauszufinden, ob die Legenden um das Königliche Festland wahr sind und was sie mit der Tränenmagie tatsächlich bewirken kann.

// Kurzmeinung

„Interessante Fortsetzung, die mir jedoch schwächer vorkam als der erste Band.“

— bookdragoon

// Meine Meinung: 

Auch an dieser Stelle muss ich mich bei Mainwunder und dem Verlag bedanken! Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

Die Geschichte setzt genau an dem Punkt an, an dem der erste Band geendet hat. Zuerst hatte ich jedoch das Gefühl, dass einwenig die Luft raus war und ich mich erst einmal wieder einfinden musste. Und das, obwohl ich den Folgeband direkt im Anschluss begonnen hatte. Die groben Ideen für den weiteren Handlungsverlauf fand ich gut, jedoch kamen mir manche Szenen und Problemstellungen zu einfach gelöst vor. Es gab keine richtigen unvorhersehbaren Konflikte, die sich nicht auf den ersten naheliegenden Weg bewältigen ließen. Schön fand ich, dass dieses Mal auch Jayden und Nate zur Sprache kamen und man aus der Sicht der beiden lesen konnte. Dadurch bekam man auch einen Einblick in deren Gefühlswelten und nebenbei trug es erheblich zum Plot bei, da jeder einen eigenen Handlungsstrang hatte und unterschiedliche Geschehnisse durchlebte. Hierbei muss ich allerdings anmerken, dass mir Navas Handlungsstrang am besten gefallen hat. Beispielsweise lernt Nava einen Protagonisten kennen, der neu dazu kam und den ich von Beginn an sehr mochte. 

Vor allem die magischen und fantasievollen Elemente konnten mich wieder überzeugen und haben sofort mein Interesse geweckt. Der bildliche Schreibstil unterstützt die Vermittlung der Welt zum Leser erheblich, wodurch es mir sehr leicht fiel, während dem Lesen ein genaues Bild vor Augen zu haben. Auch in diesem Buch ist die Aufmachung voller liebevoller Details – wie die Kapitelanfänge in Form von Zitaten und der Illustration. Solche Kleinigkeiten gefallen mir in Büchern ganz besonders und spiegeln am besten, wie viel Liebe jeder Autor in sein Werk steckt. 

Insgesamt hätte ich mir auf jeden Fall mehr Spannung gewünscht und Konflikte, die die Charaktere an sich wachsen lassen. So erschien es mir zu leicht, zu einfach. Dennoch kann ich die Fantasyreihe jedem Liebhaber des Genres empfehlen. Es ist eine interessante Geschichte, die sich schnell und flüssig lesen lässt und liebevolle Protagonisten beinhaltet. Gerade die Umsetzung des Magischen gefiel mir sehr gut und verbindet bereits Bekanntes mit Neuem. 

3 von 5 Sternen 

Silver Crown – Julie Johnson | Rezension

Wieso ich gleich nach dem Klappentext so furchtbar angetan von diesem Buch war? Keine Ahnung. Und auch nach dem Lesen kann ich immer noch nicht sagen, weshalb ich die Geschichte einerseits verschlungen habe und andererseits nur noch kopfschüttelnd dasaß .

In meinen ganzen bisherigen Leben gibt es eine Sache, die ich mir niemals erträumt habe. Und das war ganz klar, dass ich niemals die Prinzessin sein wollte, die von ihrem Prinzen auf einem weißen Pferd gerettet wird. Okay, vielleicht hätte ich das Pferd genommen, mittlerweile auch den Prinzen, aber die Krone könnt ihr behalten. Da bin ich mir absolut sicher. Wieso ich also plötzlich den Drang verspürt habe, dieses Buch lesen zu wollen? Keinen Schimmer. Und soll ich etwas sagen? Dieser Roman war nicht gerade eine Meisterleistung und doch hatte es auf merkwürdige Weise einen so hohen Suchtfaktor, dass ich es innerhalb eines Tages beendet habe… Obwohl ich zu dem Zeitpunkt eigentlich hätte lernen müssen.

// Allgemeines:

Titel: Silver Crown (Forbidden Royals #1) 

Autorinnen: Julie Johnson 

Verlag: Lyx 

Genre: New, Young Adult  

ISBN: 978-3-7363-1303-3

Seitenanzahl: 229

Preis: 14,90€

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, Netgalley!

Klappentext:

Sie ist das dunkle Geheimnis der königlichen Familie 
Emilia Lancaster führt ein vollkommen normales Leben. Doch als ein Schicksalsschlag die Thronfolge des Landes ändert und ihr Vater zum König gekrönt werden soll, findet sich Emilia als seine illegitime Tochter plötzlich in der Rolle der Kronprinzessin wieder. Ihr neues Leben im Palast könnte der Anfang eines Märchens sein. Aber Emilia merkt schnell, dass sie von Intrigen und Machtspielen umgeben ist – und von Menschen, die alles andere als begeistert von ihrem unerwartetem Aufstieg sind. Ganz besonders Carter Thorne, der Sohn ihrer Stiefmutter, scheint ihre bloße Anwesenheit als Provokation zu empfinden. Anders kann sich Emilia seine düsteren Blicke nicht erklären, die trotz allem ihr Herz höher schlagen lassen…



// Kurzmeinung:

„Eine fesselnde Royalgeschichte voller Intrigen, jede Menge Gefühlschaos und mit humorvollen Schreibstil“

— bookdragoon

// Meine Meinung:

Silver Crown hat mich spätestens nach den ersten Seiten nicht mehr losgelassen. Schon schnell erschien mir der humorvolle Schreibstil als ein wundervoller Erzählstil, der die Geschichte auf amüsante Weise und doch mit der nötigen Poesie mittels sprachlicher Bilder zum Leben erweckte. Auch im Verlauf der Geschichte hat mich so einiger Satz zum Lachen gebracht. Es war sehr schnell und leicht zu lesen und einige Sätze musste ich mir sogar markieren.

„Ich bin keine Prinzessin. Ich bin eine Schachfigur.“ – S.215

Die Aufteilung der Charaktere erinnert mich sehr stark an Cinderella. Es gibt natürlich die böse Stiefmutter und auch die Rolle der „Guten Fee“ ist vergeben. Allerdings an eine eher untypische junge Frau. Irgendwie hat mich das die Geschichte gleich mehr mögen lassen, weil das klischeehafte Konstrukt in Verbindung mit der heutigen Moderne sehr gut umgesetzt wurde. Die Handlung birgt viele interessante Wendung, ist stets spannend und lässt einen kaum das Buch aus der Hand legen. Obwohl es nicht viele Seiten sind, hatte ich nie das Gefühl, dass es mir zu schnell gehen würde. Ein weiterer für mich riesiger Pluspunkt ist die Stiefbruder-Liebesgeschichte. Viele mögen es nicht, aber für mich zählt es zu meinen Lieblingsideen im New bzw. Young Adult. Ich glaube, man mag es oder eben nicht und für mich hat es immer einen kleinen nostalgischen Beigeschmack. Es erinnert mich an viele Lesestunden auf Wattpad und meine ersten Schreibversuche…

Neben unserer Hauptprotagonistin Emilia, die mir im Grunde doch sympathisch war, haben mir auch die Nebencharaktere gut gefallen. Zwar fehlt etwas die Tiefe, aber da es ins Gesamt eine eher leichte Geschichte ist, hat mir das nicht unbedingt an Lesespaß geraubt. Natürlich hätten die Charaktere etwas mehr ausgearbeitet sein und die Handlung auch wesentlich mehr unvorhersehbare Wendungen bieten können, aber dennoch wird man von dem Roman einfach nur mitgerissen und gerät in einen Sog, von dem man sich kaum lösen kann. In manchen Momenten kamen mir die Protagonisten jedoch alle zu jung für ihr Alter vor. Beispielsweise ist ihr Vater schon über siebzig. Ich hatte eher den Eindruck, dass es sich um einen Fünfzigjährigen handelt. Auch Emilia und Carter schienen mir wie High School Schüler, die gerade ihren Abschluss gemacht haben und nicht wie Anfang Zwanzig. Zu dieser Wahrnehmung hat vor allem Emilias jugendhafte Denkweise beigetragen und in manchen Momenten auch ihre Naivität. Manchmal wollte ich meinen Kindle am liebsten gegen die Wand schmeißen oder konnte gar nicht mehr mit dem Kopfschütteln aufhören. Weitergelesen habe ich trotzdem – weil es einfach unfassbar süchtig gemacht hat.

„Grenzenlose Macht verdirbt ein reines Herz mit sehr viel größerer Wahrscheinlichkeit, als sie ein dunkles heilen wird.“ – S.109

Die Liebesgeschichte war ein ewiges Auf und Ab und … ich habe es einfach genossen. Natürlich gab es Augenblicke, in denen ich die beiden am liebsten kräftig geschüttelt hätte, aber dieses Mitfiebern und Mitfühlen hat mir unheimlich viel Spaß bereitet.

Kann ich den Roman also weiterempfehlen? Ja, ich denke schon. Es ist eine interessante Geschichte für Zwischendurch, an die man jedoch unvoreingenommen herangehen sollte. Obwohl ich mich oft aufgeregt habe, hat es doch Spaß gemacht und ich bin gespannt auf den nächsten Teil.

3,5 von 4 Sternen

Die Tränenkönigin – Jay Lahinch | Rezension

// Allgemeines

Titel: Die Tränenkönigin


Autorin: Jay Lahinch

Verlag: Bookapi Verlag

Genre: Romantasy 

ISBN: 978-3746068886

Preis: 12,99€

Klappentext: 

„Und auch wenn ich der Trauer nachgeben möchte, ist es die Seele meines Bruders, die ich retten muss.“

Manchmal ist der Tod nicht nur das Ende eines geliebten Herzens, sondern besiegelt zugleich dein Schicksal. Das muss Nava schmerzlich erkennen, als ihr Zwillingsbruder nach dem Tod ihrer Eltern verstummt. Eine Flucht aus Marenna scheint ihr einziger Ausweg und nur der fremde Jayden ist bereit, sie auf dieser Reise ins Ungewisse zu begleiten. Erst ein unglaubliches Angebot der Tränenkönigin gibt ihrem Weg eine Richtung. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach den Tränen, die nicht nur das Schicksal ihres Bruders, sondern das einer ganzen Welt für immer verändern könnten.

„Ich liebe den Regen, denn er macht deine Tränen unsichtbar.“

// Zitate  


„Jedem verantwortlichen Gefühl gebührt sein eigenes Meer aus zahlreichen Tränen.“ – S. 7

„Wenn ich doch nur nicht allein um diese letzte Chance kämpfen müsste, die nicht mehr als eine Feder im Wind war.“ – S. 43 

„Es ist Zeit zu gehen. Zeit, frei zu sein.“ – S. 97

„Die Traurigkeit verbirgt die Gefahr der Unendlichkeit in sich. Sie will nichts mehr, als dich vom ersten Tag an auf jedem noch so kleinen Schritt zu begleiten. Sie wird sich nie mehr von deiner Seite lösen, wenn du sie nicht abgibst und gehen lässt.“ – S. 168

„Dieses Band, von dem ich geglaubt hatte, dass es uns miteinander verband, begann zu zittern und zu beben, wie ein Vogel, der im Sturm das Gleichgewicht verlor.“ – S. 239

„Es sind die Geheimnisse, die Menschen verbinden. Nicht das Offensichtliche.“ – S. 259

// Kurzmeinung

„Eine mitreißende Geschichte über den Mut des Loslassens und das Wagnis über sich hinauszuwachsen – auf wundervolle Art erzählt.“

— bookdragoon

//Meinung

Bevor ich mit meiner ausführlichen Meinung zum Buch starte, möchte ich mich noch kurz sowohl bei Mainwunder als auch beim Verlag bedanken. Vielen Dank, dass ich bei dieser wundervollen Aktion mitmachen durfte und ein unsagbar tolles Paket zugesendet bekommen habe!

Schon zu Beginn hat mich der Klappentext enorm angesprochen und als ich das Buch dann in den Händen halten konnte, wollte ich es am liebsten sofort verschlingen. Allein die Aufmachung gibt unheimlich viel her und jedes Zitat am Anfang der Kapitel berührt einen auf empfindsame Weise. Neben dem schönen Cover ist auch die wiederholende Illustration am Kapitelanfang ein wirklicher Hingucker, der dem Buch gleich einen gewissen Charakter verleiht. Dank des wunderschönen Schreibstils bin ich durch die Seiten innerhalb eines Tages wortwörtlich geflogen und wollte gar nicht mehr aufhören zu Lesen. Einige Stellen wurden markiert und gehen mir auch im Nachhinein immer noch nahe. 

Die Geschichte beginnt schnell. Es hat keine zehn Minuten gedauert und man fühlte sich der Protagonistin verbunden. Ich mochte Navas Art sehr, ihre Emotionen werden ungefiltert an den Leser herangetragen, wodurch man sich ihr sofort unsagbar nahe fühlt. Sowohl ihre Angst als auch ihr Mut lassen sie nicht nur nahrbar, sondern auch echt und wirklich wirken. Die Autorin hat es auf großartige Weise geschafft, den Protagonistin Leben einzuhauchen. Jayden war nicht ganz mein Typ und doch mochte ich ihn sehr – besonders seine liebevolle Art, seine Neugier. Neben den spannungsvollen Geschehnissen während Jaydens und Navas Reise ist die Liebesgeschichte ein nebensächlicher Handlungsstrang, da es viel mehr um die Charakterentwicklung Navas und ihr Abenteuer geht. Dass sich Gefühle zwischen den beiden entwickeln, ist jedoch deutlich spürbar und hat natürlich meine Neugier enorm geweckt. 

Die Idee der Tränenkönigin und die Umsetzung der magischen Elemente hat mir ebenfalls sehr zugesagt und war mal etwas anderes zu dem sonst eher standardisierten Ideen von Magie in Fantasyromanen. Was mir jedoch etwas fraglich erschien, war die Art, wie die Protagonistin mit ihrem Verständnis von Magie umgegangen sind. Mir erschien es, als würden die beiden nicht unbedingt überrascht sein. Als würden sie die Vorstellung von der göttlichen Ordnung der Wirklichkeit seit ihrer Kindheit kennen und einfach so hinnehmen, dass sie tatsächlich der Wahrheit entspricht. Kurz gesagt; mir kam die Magie zu plötzlich. 

Auch wenn die Handlung nicht unbedingt unvorhersehbar ist, birgt sie doch spannende Wendungen und immer wieder neue Erkenntnisse über das Land, die Charaktere oder anderes. Die meisten aufkommenden Fragen finden im Verlauf eine Antwort und der Abschluss lässt auf jeden Fall Spielraum für einen weiteren Teil. 

Ich bin nun sehr gespannt auf den zweiten Band und hoffe, dass er mir genauso gut gefällt wie „Die Tränenkönigin“. 

4 von 5 Sternen