»A History of Us – Vom ersten Moment an« – Jen DeLuca | Rezension

«Gilmore Girls» trifft Mittelalterfestival!

Gerade dieser Slogan hat von Beginn an mein Interesse für den ersten Band der Reihe geweckt und was soll ich sagen, die Worte umschreiben es perfekt. Jen DeLuca hat sowohl das Kleinstadtfeeling wie auch die Mittelaltervibes wundervoll eingefangen. Ein großes Dankeschön geht an den Kyss-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


Allgemeines:

  • Verlag:  rororo
  • Erscheinungstermin:  21.04.2021
  • 464 Seiten
  • ISBN:  978-3-499-00492-6
  • übersetzt von: Anita Nirschl
  • Reihe:  Willow-Creek-Trilogie

Ein Mittelalterfestival. Emily hat sich allen Ernstes überreden lassen, bei einem Mittelalterfestival als Schaustellerin mitzumachen. Ihre Nichte will unbedingt daran teilnehmen, ohne erwachsene Aufsichtsperson darf sie nicht, und da ihre Schwester einen Unfall hatte, springt Emily ein. Was tut man nicht alles für die Familie? Tatsächlich könnte das Ganze sogar lustig werden, wenn da nicht Simon wäre. Simon, der Organisator des Festivals. Simon, die Anachronismus-Polizei. Simon, die Spaßbremse. Die beiden können sich vom ersten Moment an nicht leiden. Aber auf dem Festival schlüpfen sie in andere Rollen. Und plötzlich wird aus dem ernsten Simon ein verruchter Pirat. Der ganz eindeutig mit ihr flirtet! Und Emily bekommt genauso plötzlich weiche Knie. Aber wer flirtet da miteinander? Die Tavernendirne und der Pirat? Oder Emily und Simon?


Meine Meinung:

»A History of Us – Vom ersten Moment an« ist ein absolutes Wohlfühlbuch. Sowohl die sommerliche Stimmung und als auch das Kleinstadtfeeling ergeben eine wundervolle Atmosphäre, die den Eindruck von Harmonie und Frieden erweckt.

Jen DeLucas Schreibstil ist perfekt, um sich zwischen den Zeilen zu verlieren und in der Welt von Willow Creek einzutauchen. Genauso wie die Wohlfühlstimmung ist auch der Schreibstil angenehm und flüssig zu lesen. Gerade die Einbindung von Shakespeare haben mir sehr gefallen und die Verbindung zwischen den beiden Protagonisten deutlich hervorgehoben. So findet sich die beidseitige Liebe zu Literatur in vielerlei Passagen wieder, die den Charakteren einen liebevollen Charme verleihen.

Den Plot kann man als absoluten »Slow-Burn« bezeichnen. Es braucht lange, bis die Handlung an Fahrt aufnimmt und wirklich mitreißend wird. So hat man gleichermaßen allerdings auch die Möglichkeiten die Protagonistin Emily genau kennenzulernen, ebenso wie die Nebencharaktere. Die Zeit des Sommerfestivals hat der Geschichte einen ganz eigenen Charakter verlieren. Der Idee bin ich bisher noch nie in einem Roman begegnet, somit war es umso spannender, einen Einblick in ein solches Fest zubekommen und gleichermaßen das Drama der Charaktere mitzuerleben. Der Autorin ist es ganz wunderbar gelungen, den Charme und die Einzigartigkeit des Mittelalterfestivals einzufangen und gleichermaßen die Spannung und das Knistern zwischen den Protagonisten wachsen zu lassen. Da ich ein großer Fan von »Enemies-to-Lovers« bin, hat mir die Geschichte gleich von Beginn an sehr zugesagt. Die Streitigkeiten und Meinungsverschiedenheiten verfolgt man stets mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen. Ein weiterer riesiger Pluspunkt ist, dass die Geschichte ganz ohne unnötiges Drama auskommt. Die Charaktere befinden sich in Konflikten, die nachvollziehbar waren und zum Ende hin gut gelöst wurden.

Das Ende kam dann doch viel zu schnell, war aber dennoch sehr zufriedenstellend und hat den Protagonisten ein sehr süßes Ende geben.

Im Grunde kann ich nur betonen, dass Kyss mal wieder ein wundervolles Wohlfühlbuch herausgebracht hat, das es definitiv wert ist, gelesen zu werden.

4,5 von 5 Sternen

»Normale Menschen« – Sally Rooney | Kurzrezension

Sally Rooneys »Normale Menschen« ist im Englischen fast schon ein Klassiker. Nach vielen Meinungen auf Booktube und Bookstagram und der Serie war für mich klar, dass ich das Buch unbedingt lesen möchte. So viel kann ich schon einmal vorwegnehmen: Die Serie hat mir doch besser gefallen als das Buch… An dieser Stelle geht ein großes Dankeschön an das Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Eine gelungene Plotline, doch zu emotionslos erzählt.


Bewertung: 3 von 5.

// Allgemeines:

  • Aus dem Englischen von Zoë Beck
  • Originaltitel: Normal People
  • Originalverlag: Faber & Faber
  • Hardcover mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
  • ISBN: 978-3-630-87542-2
  • Erschienen am  17. August 2020

Die Geschichte einer intensiven Liebe: Connell und Marianne wachsen in derselben Kleinstadt im Westen Irlands auf, aber das ist auch schon alles, was sie gemein haben. In der Schule ist Connell beliebt, der Star der Fußballmannschaft, Marianne die komische Außenseiterin. Doch als die beiden miteinander reden, geschieht etwas mit ihnen, das ihr Leben verändert. Und auch später, an der Universität in Dublin, werden sie, obwohl sie versuchen, einander fern zu bleiben, immer wieder magnetisch, unwiderstehlich voneinander angezogen. Eine Geschichte über Faszination und Freundschaft, über Sex und Macht.


// Meine Meinung:

Meine Gedanken sind ein bisschen wirr. Schon vor einiger Zeit habe ich die Serie geschaut und fand sie sehr interessant. Neugierig darauf, wie das Buch sein würde, habe ich es gestern angefangen und in kürzester Zeit durchgelesen. Es handelt sich auf jeden Fall um eine Geschichte und Charaktere, die gedanklich an einem haftenbleiben. Selbst zum Schluss verfolgt mich das Gefühl, keinen der beiden richtig kennengelernt zu haben. Ich bin froh darüber, sie einen Zeitraum über begleitet zu haben, dennoch empfinde ich nicht das Bedürfnis, jemanden das Buch ans Herz zu legen. Im Gesamten macht es auch rückblickend immer noch einen sehr oberflächlichen Anschein – die Gefühle und Gedanken der Protagonisten scheinen nie richtig aus den Tiefen ihrer Persönlichkeit zu stammen, sondern immerzu der offensichtliche Kratzer an der Oberfläche zu sein. Es liegt eine Einfachheit in den Worten, die oft einen plumpen und rauen Eindruck gemacht haben. Muss man mögen, mir war es zu wenig? Zu viel? Ich weiß es nicht. 
Gerade die Dialoge fühlten sich beinahe unecht an – inhaltsleer, gefühllos. 
Die Zeitsprünge bieten zwar viel Handlungsraum, wurden meist auch sehr gut angewandt und in einem fließenden Übergang umgesetzt. Dennoch finde ich gerade Connells Entwicklung in der Therapie als einen wichtigen Handlungsaspekt, der einfach ausgelassen wurde. Auch bei Marianne. Man denkt, da würde noch etwas kommen, und dann ist es schon vorbei. Letztlich kann man es nur als eine kurze Momentaufnahme betrachten, als ein paar Seiten, die aus dem Buch herausgerissen wurden. 

3,5 von 5 Sternen

»Free like the Wind« – Kira Mohn | Rezension

Here we go again… Kira Mohn gehört zu meinen liebsten Kyss-Autorinnen und hach… große Liebe für ihren Schreibstil. Nach »Wild like a River«, das nicht ganz mein Fall war, bin ich umso gespannter auf den zweiten Teil der Kanada-Reihe gewesen und habe gehofft, dass Rae und Cayden mehr etwas für mich sind als Haven und Jackson. Wie sich herausgestellt hat, waren sie definitiv zwei Charaktere, die ich gerne verfolgt habe, dennoch konnte mich »Free like the Wind« nicht vollständig überzeugen.

Allgemeines:

  • Free like the Wind
  • Kira Mohn
  • Kyss Verlag
  • Liebesroman, New Adult
  • ISBN: 978-3-499-00400-1
  • 368 Seiten
  • 12,99€

Klappentext:

Tausend Splitter anstelle eines Herzens …
Rae wirkt nach außen wie jede andere 20-Jährige, innerlich jedoch ist sie zerbrochen. An einem schrecklichen Tag vor drei Jahren hörte ihre Welt auf, sich zu drehen – und sie steht auch heute noch still. Rae ist erstarrt, gefangen in den Scherben ihres Lebens. Bis die Idee einer Freundin sich in ihr festsetzt: wandern gehen in einem von Kanadas Nationalparks. Weite Landschaften. Nur sie und die Natur. Genauer gesagt: nur sie, die Natur und Cayden. Ausgerechnet Cayden. Er ist ein Aufreißer, nimmt nichts ernst. Doch in seinen Augen liest Rae etwas, das sie schmerzhaft gut kennt …
Herzzerreißend und gefühlvoll – das Finale der zweibändigen Kanada-Reihe von Kira Mohn


// Meine Meinung:

Im Gegensatz zum ersten Band der Kanada-Reihe haben mir Rae und Cayden sehr viel mehr zugesagt als Jackson und Haven. Beide Charaktere sind sehr authentisch und unverblümt dargestellt. Man könnte die Geschichte in die Nische Hate-to-love einordnen und gerade die am Anfang bestehenden gegenseitigen Vorurteile haben mich unsagbar neugierig werden lassen auf das, was hinter der Fassade zu finden ist. Die Komplexität der Charaktere haben dem Roman sehr viel Tiefer verliehen. Leider empfand ich viele Fragen jedoch als unzufrieden beantwortet und hätte mir an manchen Stellen mehr Detail gewünscht.

Die Entwicklung der Beziehung verläuft doch eher langsam, dennoch habe ich jede Sekunde genossen und hätte es sogar nicht schlecht gefunden, wenn der erste Kuss noch etwas später stattgefunden hätte. Schade finde ich, dass auch in diesem Band der »Wandern-Teil« doch relativ gering ausgefallen ist. Erst ab der Hälfte geht es letztendlich in Kanadas Nationalpark. Die Natur wurde wieder mal auf wundervolle Weise beschrieben und man hatte gleich das Gefühl, selbst zwischen den Bäumen zu stehen. Gerade die Zeit im Nationalpark habe ich sehr genossen: Rae und Cayden haben langsam zusammengefunden, sich näher kennengelernt und die gegenseitigen Vorurteile aus dem Weg geräumt. Die Umsetzung ist Kira Mohn wirklich sehr gut gelungen und ich kann jeden verstehen, der in diesem Buch ein Jahreshighlight gefunden hat.

Für mich war der zweite Band der Kanada-Reihe nicht unbedingt ein Highlight, dennoch habe ich die Lesezeit sehr genossen. Die Geschichte ist perfekt, um sich im stressigen Alltag eine Auszeit zu gönnen und von den Zeilen davontragen zu lassen. Leider fehlte mir aber das gewisse Etwas, das die Geschichte zu einem Highlight gemacht hätte.

8.

Buch in 2021


»Eine berührende Geschichte mit vielschichtigen Charakteren«


4/5

Sterne

Golden Throne – Julie Johnson | Rezension

// Allgemeines:

Titel: Golden Throne #Forbidden-Royals 2

Autorin: Julie Johnson

Verlag: Lyx

Genre: New Adult Romance, zeitgenössischer Liebesroman

ISBN: 978-3-7363-1341-5

Seitenanzahl: 295 Seiten

Preis: 12,90€

Vielen Dank, Netgalley für das Rezensionsexemplar!

// Klappentext:

Sie ist die Kronprinzessin – keine Marionette

Noch vor zwei Monaten war Emilia Lancaster eine ganz normale junge Frau mit ganz normalen Problemen. Nun ist sie die Kronprinzessin von Caerleon und muss sich Herausforderungen stellen, auf die sie kaum vorbereitet wurde. Neben ihren neuen Verpflichtungen und der öffentlichen Aufmerksamkeit machen ihr vor allem die Intrigen und Machtspielchen im Königshaus zu schaffen. Eine Situation, die nicht einfacher wird, als plötzlich eine ganze Handvoll Verehrer darum kämpft, ihr Interesse zu gewinnen. Und außerdem ist da ja noch Carter Thorne, ihr Stiefbruder, der einzige Mann, für den sie nichts empfinden darf – und dessen Anwesenheit im Palast sie trotzdem überall spüren kann …

»Die Spannung zwischen Carter und Emilia ist noch so viel stärker geworden. Die beiden befinden sich in einem ständigen Kampf zwischen dem, was ihre Herzen wollen, und dem, was ihr Verstand und die Öffentlichkeit von ihnen verlangen.« HEA NOVEL THOUGHTS


Band 2 der FORBIDDEN-ROYALS-Trilogie von USA-TODAY- und PUBLISHERS-WEEKLY-Bestseller-Autorin Julie Johnson

// Meine Meinung:

Schon die ersten Seiten haben eine Sogwirkung auf mich ausgeübt, die mir es unmöglich gemacht hat, das Buch aus der Hand zu legen. Der Plot ist ähnlich wie im ersten Band: spannend und mitreißend. Ich habe die Geschichte innerhalb ein paar Stunden direkt durchgelesen und wurde am Ende mal wieder etwas … aufgebracht zurückgelassen. Da es relativ wenige Seiten sind, kommt die Geschichte schnell in Fahrt.

Emilia hat mir noch mal besser gefallen als im ersten Band. Sie ist tough und stark, obwohl sie gleichzeitig mit Problemen zu kämpfen hat und gefühlt unter Dauerstrom steht. Im Gegensatz zum ersten Teil hat sie sich mehr in ihrer Rolle als Kronprinzessin eingefunden und ist an ihrer Aufgabe enorm gewachsen. Sie lernt langsam mit den Leuten im Schloss richtig umzugehen und welche Knöpfe sie drücken muss, um ihre eigenen Ziele durchzusetzen. Gleichermaßen bleibt sie sich selbst treu und lässt sich nicht von den anderen zu jemand machen, der sie nicht ist. Gerade deswegen hat es mir enorm Spaß gemacht, aus ihrer Perspektive zu lesen. Der humorvolle Schreibstil hat mich oft zum Lachen gebracht und war flüssig zu lesen.

Carter ist immer noch unglaublich toll und ich mag ihn einfach. Die Szenen zwischen den beiden sind mal wieder großartig gewesen und man konnte das Knistern in jeder Zeile spüren. Ich hätte mir an der Stelle allerdings noch mehr von den beiden gewünscht. Auch im ersten Band sind die Szenen von den beiden eher gering ausgefallen.

Ich kann die Reihe wirklich nur jedem empfehlen, der etwas Leichtes und Mitreißendes für zwischendurch sucht und gerne Royal-Geschichten liest. Darüber hinaus hätte die Geschichte noch weitaus mehr Potenzial, das leider unausgeschöpft blieb.

4 von 5 Sternen

// Fazit:

„Sexy, humorvoll und voller Intrigen – eine perfekte Royal-Geschichte für zwischendurch.“

— bookdragoon

Die Tiermagierin – Schattentanz | Rezension

Als der Kyss-Verlag den ersten Fantasyroman angekündigt hat, war ich hin und weg. Sowohl das Cover als auch der Klappentext konnten mich sofort für sich gewinnen und ich habe das Erscheinungsdatum mit strahlenden Augen entgegen gesehnt. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, es endlich in Händen halten zu dürfen. Aus diesem Grund geht ein großes Dankeschön an den Kyss-Verlag für das Rezensionsexemplar!

// Allgemeines: 

Titel: Die Tiermagierin – Schattentanz

Autorin: Maxym M. Martineau

Verlag: Kyss

Genre: romantische Fantasy (New Adult) 

ISBN: 978-3-499-00522-0

Seitenanzahl: 512 Seiten

Preis: 14,99€

// Klappentext: 

GEFÄHRLICHE MAGIE

Leena ist eine Tiermagierin. Mit ihren Kräften kann sie eine einzigartige, tiefe Verbindung zu magischen Wesen herstellen. Doch der Prozess birgt Gefahren. Ist das Tierwesen zu mächtig, endet er meist mit dem Tod des Tiermagiers.

DUNKLE HERZEN

Noc ist ein Assassine. Seine Welt sind die Schatten. Liebe darf er sich nicht erlauben, ebenso wenig wie Gnade. Denn hat er erst mal einen Auftrag angenommen, zwingt ihn die dunkle Magie seiner Gilde, ihn auszuführen. Oder selbst zu sterben.

VERBOTENE LIEBE

Leena und Noc. Magierin und Mörder. Er soll sie töten, sie macht ihm ein Angebot, das er nicht ausschlagen kann. Es ist undenkbar, dass sie Gefühle füreinander entwickeln. Unmöglich. Und doch geschieht genau das …

Mitreißend, romantisch, magisch! – Der Auftakt der Tiermagier-Trilogie

// Meine Meinung: 

Kennt ihr die Bücher, die euch schon mit dem ersten Satz zum Lachen bringen? Wenn nicht, dieses Buch ist eines von ihnen. Für mich stand schon auf der ersten Seite fest, dass ich diese Geschichte unendlich lieben werde und einen Platz bei meinen Lieblingen hat der Roman definitiv bekommen. Als Reihenauftakt legt der erste Band die Messlatte schon weit nach oben.

Leena ist Tiermagierin und die Magie, die sich in der Welt, die die Autorin geschaffen hat, wiederfindet, war atemberaubend. Zu Beginn waren die vielerlei Namen und die grundlegenden magischen Elemente etwas viel auf einmal, doch nach einer Zeit fühlt man sich in der Welt unglaublich wohl. Die Autorin hat es geschafft, dass in meinem Kopf ein genaues Bild von der Umgebung und den Menschen entstanden ist und auch die Tierwesen waren auf wundervolle Weise mit Worten illustriert, sodass man sich genau vorstellen konnte, wie sie aussehen. Darüber hinaus findet sich auf den letzten Seiten des Buches ein Bestiarium, in dem viele Tiere detaillierter beschrieben werden und zu einigen gibt es sogar Illustrationen. Gerade das spiegelt wider, wie detailreich die Welt aufgebaut ist und wie intensiv sich die Autorin mit ihrer Idee beschäftig hat.

»Ganz egal, wie sehr du dich anstrengst, ganz egal, wie viele Kämpfe du gewinnst, mich wirst du niemals überleben.« 

– Noc (S.136)

Leena hat mir vom Charakter her sogar ein Ticken besser gefallen als Noc. Ich mochte ihre liebevolle und zugleich toughe Art wirklich sehr. Sie geht sanft und sorgsam mit ihren Tieren um, während sie versucht, ihren Weg zu finden und am Leben zu bleiben. Auf der anderen Seite ist ist stark und weiß, was sie will. Ihre Entscheidungen waren stets nachvollziehbar und wirkten nie übereilt. Noc war ein ziemlich interessanter Protagonist, aus dessen Sicht ich ebenfalls gerne gelesen habe. Auch die Nebencharaktere sind von der Autorin mit viel Liebe zum Leben erweckt worden und ich hatte wirklich nie Probleme, nicht zu wissen, wer jetzt wer war. Jeder Protagonist hat eine eigene Persönlichkeit, die gut herausgearbeitet ist, wodurch jeder in seiner Individualität aus der Masse heraussticht.

Die Entwicklung der Geschichte war nicht unbedingt unvorhersehbar, blieb aber stets spannend und konnte mich wirklich fesseln. Die Liebesgeschichte steht zu Beginn nicht unbedingt im Vordergrund, jedoch wird schon schnell klar, dass es da etwas gibt, was sich zwischen den Hauptprotagonisten entwickeln wird. Ich hätte mir gewünscht, dass die Gefühle nicht so plötzlich erschienen wären, sondern die Entwicklung ersichtlicher gewesen wäre. Ein weitere klitzekleiner Kritikpunkt ist die Entwicklung von Noc. Zu Beginn ist er noch sehr distanziert und hat mit den Gefühlen stark zu kämpfen. Zum Ende hin wird er mir jedoch zu schnulzig. Er sieht nur noch Leena und vergisst in meinen Augen die Verantwortung, die er trägt.

»Ich konnte ihr nicht sagen, wie ich empfand. Ich wusste nur, dass nichts zu sagen manchmal besser war als die Wahrheit. Selbst wenn es sie verletzte.«

– Noc (S.278)

Das große Finale und der Epilog waren großartig und ließen noch ein paar Fragen für den zweiten Band offen. Dennoch empfand ich die Handlung für den ersten Teil in sich etwas abgeschlossener, da der Handlungsstrang zu Ende erzählt wurde und mit keinem Cliffhanger geendet hat. So ist das Warten auf den nächsten Band ein wenig erträglicher. Zum Schreibstil kann ich nur sagen, dass ich durch die Seiten geflogen bin und einige Absätze wirklich wunderschön geschrieben wurden. Ein paar Stellen sind sogar markiert worden.

Ich warte nun gespannt auf den nächsten Band und bin neugierig darauf, wie sich die Geschichte von Leena und Noc weiterentwickeln wird. Von mir gibt es eine klare Empfehlung und ich lege euch das Buch wirklich ans Herz.

4,5 von 5 Sternen

// Fazit: 

»Eine romantische Reise nach dem Herzen in einer faszinierenden Welt voller Magie.«

— bookdragoon

Making Faces – Amy Harmon | Rezension

Sterben ist einfach.

Die wahre Herausforderung ist das Leben.

Mit diesen Worten beginnt der Klappentext von »Making Faces« und ich wüsste keine besseren, um den Inhalt des Romans zusammenzufassen.

Vielen Dank an den Lyx-Verlag für das Rezensionsexemplar!

// Allgemeines:

Titel: Making Faces

Autorin: Amy Harmon

Verlag: Lyx

Genre: New Adult

ISBN: 978-3-7363-1281-4

Seitenanzahl: 381 Seiten

Preis: 12,90€

// Klappentext:

Sterben ist einfach. Die wahre Herausforderung ist das Leben.Seit sie denken kann, ist Fern Taylor in Ambrose Young verliebt. Ambrose, der überall beliebt ist und so schön, dass ein unscheinbares Mädchen wie Fern niemals auch nur auf die Idee gekommen wäre, bei ihm eine Chance zu haben. Ihre Freizeit verbringt sie mit ihrem besten Freund Bailey, der an den Rollstuhl gefesselt ist, aber dennoch das Leben mit jeder Faser aufsaugen will. Eigentlich schien es ganz klar, was die Zukunft für sie bereithält. Bis zu dem Moment, als Ambrose Fern endlich »sieht«, aber so zerbrochen ist, dass sie nicht weiß, ob ihre Liebe genug sein wird …

// Meine Meinung:

Auf den ersten Blick klingt der Klappentext nach dem gleichen nichtsaussagenden Kram, der immerzu auf der Rückseite von New Adult Büchern zu finden ist. Was mich letztendlich dazu bewegt hat, das Buch anzufragen, war Colleen Hoovers Zitat darunter.

Ich war neugierig darauf, was sich wohl hinter dem Cover befinden sollte, und schon mit den ersten Zeilen ist mir aufgefallen, wie anders diese Geschichte ist. Und gleichermaßen, wie sehr die üblichen Klischees wiederholt aufgegriffen wurden. Gerade der Schreibstil bzw. die Er-Sie-Perspektive hat es mir schwer gemacht, in die Story hineinzufinden. Neben Ambrose und Fern werden ebenso die Gefühle anderer Nebencharaktere in ausgewählten Szenen angerissen, wodurch die Handlung in vielerlei Momenten durch einen allwissenden Erzähler ausgedrückt wird. Für mich ist es einfach schwierig, in einer auf diese Weise erzählten Geschichte hineinzutauchen. Das ist allerdings von Leser zu Leser unterschiedlich.

Die Verbindung zu den Charakteren ist mit Sicherheit da, doch ich habe keinen Weg gefunden, den Protagonisten wirklich nahezukommen. Natürlich, einige Sachen sind tragisch, auf wundervolle Weise niedergeschrieben oder allein durch ihre wahrheitsgemäße Aussagekraft sehr emotional und haben mir Tränen in die Augen treten lassen, aber dieses letzte Fünkchen, um ihm Roman wahrhaftig ankommen zu können, ist stets ein paar Schritte entfernt gewesen.

Das Setting ist die typische amerikanische Kleinstadt. Der christliche Glaube ist durch die Vaterfigur von Fern, der als Pastor arbeitet, stark im Vordergrund, doch auf eine gute Art. Die gelegentlichen Phrasen des Pastors konnten den Charakteren helfen und boten immer wieder ein paar Sätze, die auch für einen selbst eine gewisse Lehre mit sich zogen. Was mir manchmal stark auf die Nerven gegangen ist, ist die stetige Wiederholung von Ferns immer wiederkehrenden, unaufhörlichen Getue, wie hässlich sie doch sei. Dieses »Ich bin nicht gut genug für ihn« wird an einem Punkt unglaubwürdig und aufgesetzt, weil es einfach zu oft immer und immer wieder in den Mittelpunkt gedrängt wurde. Es war schade, weil die Geschichte weit aus mehr Potential gehabt hätte.

Ein paar Worte zur Handlung: Der Plot ist nicht unbedingt von unnötigen Drama durchzogen und besitzt einen gefühlvollen Charakter. An manchen Stellen entsteht eine gewisse Spannung, wodurch ich in diesen Momenten einem kurzen Sog verfallen bin und das Buch für ein paar Seiten kaum aus der Hand legen konnte. Trotz dessen finden sich einige Stellen, die sich wahnsinnig gezogen haben. Dadurch habe ich viele Sätze nur überflogen und bloß wirklich das aufmerksam gelesen, das mich fesseln konnte.

Ich bin mir sicher, für manche könnte es Lieblingsbuch-Potential haben und ich gebe jedem die Empfehlung, sich selbst ein Bild von der Geschichte zu machen – was man sowieso immer machen sollte. Meine Geschichte war es nur leider nicht.

3 von 5 Sternen

Beta Hearts – Marie Graßhoff | Rezension

Es ist so weit, die aufregende Neon Birds- Trilogie hat ihr Ende erreicht und ich kann nur sagen: was ein nervenaufreibendes Abenteuer…


// Allgemeines:

Titel: Beta Hearts

Autorin: Marie Graßhoff

Verlag: Bastei Lübbe

Genre: Sci-Fi, Solar Punk

Seitenanzahl: 508

ISBN: 978-3-404-20968-2

Preis: 15,00€

Dankeschön für das Rezensionsexemplar!! ❤

// Klappentext:

Im Jahr 2101 gibt eine neue Waffe abermals Hoffnung im Kampf gegen die künstliche Intelligenz KAMI. Es ist eine Person aufgetaucht, die in der Lage zu sein scheint, dem gottähnlichen Wesen die Stirn zu bieten. Doch die Zivilisation steht bereits an der Schwelle zum Untergang. Ist die Menschheit noch zu retten, und ist sie es überhaupt wert, gerettet zu werden? Die junge Kämpferin Andra zweifelt an ihrer Mission, KAMI zu vernichten …

„Tiefgehend und philosophisch – ein mitreißender Roman mit lebendigen Charakteren.“

— bookdragoon


// Meine Meinung:

Nachdem mich Band 2 der Neon-Birds-Trilogie erst so richtig überzeugen konnte, war ich nach dessen Ende – wie soll ich es am besten ausdrücken? – vollkommen aufgeschmissen. Es hat lange gedauert, bis ich mit jedem Charakter, die allesamt einen ausdrucksstarken Standpunkt in der Geschichte einnehmen, warm geworden bin. Und noch länger hat es gedauert, diese allumfassende Welt zu verstehen und sich hineinzudenken. Was Marie mit dem Neon-Bird Universum geschaffen hat, ist der Wahnsinn. Anders kann man es nicht bezeichnen. Es wirkt auf den Seiten unfassbar realistisch und besitzt einen solchen Tiefgang.

Umso gespannter war ich also auf den Abschluss der Reihe und habe das Lesen auch einiger Zeit vor mich hergeschoben, weil ich noch nicht wirklich wollte, dass es schon vorbei ist. Was mir schon zu Beginn super gut gefallen hat, war die kurze Zusammenfassung der Ereignisse der vorhergegangenen Bände. So musste ich nicht noch einmal die beiden ersten Teile rereaden, sondern konnte sofort mit Band 3 starten. Wo der zweite Band endet, ging der letzte Teil der Reihe ebenso nervenaufreibend und spannend weiter. Tatsächlich besaß der gesamte Plot bis zum Ende ein unaufhörliches spannungsvolles Kribbeln, wodurch man kaum aufhören konnte zu lesen und schnell einmal hundert Seiten verschwunden waren, ohne dass man einmal aufgeschaut hat.

Gerade Andras Rolle hat mir sehr zugesagt: Bereits ab dem ersten Band war sie einer meiner Lieblinge, wenn nicht sogar DER Lieblingscharakter. Ihre Entwicklung mitzuerleben und gleichzeitig ihren starken und emphatischen Charakter zu verfolgen, hat mich ihr wirklich verbunden fühlen lassen. Ebenso auch aus Flowers Sicht, der mein Zweit-Lieblingsprotagonist ist, zu lesen, hat mir besonders Spaß bereitet. Ich finde seinen Charakter unheimlich interessant und vor allem die Beziehung zu seiner Mutter hat Marie Graßhoff auf einer spannenden und emotionalen Weise Raum gegeben, wodurch man jedes Mal mitleidet. Auch die Liebesbeziehung(-en) kommen nicht zu kurz und sind passend in die Geschichte mit eingegliedert. Zwar sind sie keinesfalls so in den Mittelpunkt gestellt, wie es in den sonstigen New Adult/Young Adult Büchern der Fall ist, allerdings hat mir das hier auf keinen Fall gefehlt. Dafür ist allein die Handlung viel zu fesselnd. Und das sage ich als jemand, der eigentlich sehr, sehr ungern auf ein bisschen Romance verzichten kann.

Auch mit Maries Schreibstil hatte ich dieses Mal absolut keine Probleme. Wo mir in den ersten Bänden doch noch viele Kontext- und Wortwiederholungen ins Auge gesprungen sind, ist mir das im Finale nur bei einem einzigen Wort aufgefallen: Und das ist ein klitzekleiner Kritikpunkt. Andras Antwort ist fast immer »Genau«. Und nach dreihundert Seiten geht das einem irgendwann auf die Nerven. Es tut mir wirklich leid, das so auszudrücken.

Trotzdem kann ich nicht anders, als euch diese Reihe ans Herz zu legen. Sie ist klug, neuartig, sehr durchdacht, spannungsvoll, mit einer Menge Plottwists, tollen Charakteren und wundervoll geschrieben Passagen. Es braucht seine Zeit, bis man sich in der Welt angekommen fühlt und den Charakter nahe, aber das ist die Trilogie mit jeder Zeile wehrt. Ich bin fest davon überzeugt, dass man die Reihe mit jedem Reread mehr lieben wird.

4,5 von 5 Sternen

Don’t Love Me – Lena Kiefer | Rezension

Vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Allgemeines:

Titel: Don’t Love Me

Autorin: Lena Kiefer

Verlag: Cbm Jugendbuch

Genre: New Adult, Liebesroman

ISBN: 978-3-570-16598-0

Preis: 12,90 €

Klappentext:

ER hat ein dunkles Geheimnis.
SIE ist tabu für ihn.
Haben sie eine Zukunft?

KENZIE ist nicht gerade begeistert davon, in den schottischen Highlands ihr Design-Praktikum zu absolvieren. Doch als sie bei ihrem ersten Auftrag dem jungen Erben der Luxushotelkette begegnet, ändert sich alles. Der attraktive Lyall fasziniert sie von der ersten Minute an. Doch welches Geheimnis verbirgt er hinter seinem abweisenden Verhalten?

LYALL bleibt ein Sommer, um sich am Stammsitz seiner altehrwürdigen Familie zu bewähren. Gelingt ihm das nicht, ist seine Zukunft in Gefahr. Als er der Designstudentin Kenzie begegnet, gerät sein Plan ins Wanken. Denn ihrer Anziehungskraft kann er einfach nicht widerstehen. Doch keiner weiß besser als er, wie verhängnisvoll eine Beziehung zu ihm für sie enden könnte.

„Ein emotionales Auf und Ab der Gefühle im wundervollen Schottland.“

— bookdragoon

Meine Meinung:

Wenn man den Klappentext liest, könnte man meinen: eine weiter New Adult Geschichte, die es schon tausendfach gibt. Zu Beginn war ich etwas skeptisch, aber schon auf den ersten Seiten habe ich gemerkt, wie viel Leben und Detail in den Charakteren steckt. Gerade Kenzie war eine lebensfrohe, starke und nahbare Protagonistin, aus deren Sicht ich unglaublich gerne gelesen habe. Sie hat Ängste und Zweifel, wunde Punkte wie jeder Mensch und erhält dadurch einen unfassbar liebevollen und authentischen Charme, der auch das gesamte Buch über anhält. Sie lässt sich nicht von Lyall unterkriegen, steht für sich ein und besitzt eine eigenwillige Persönlichkeit, die ich wirklich mochte.

Auch Lyall mochte ich sehr. Natürlich ragt er nicht vollkommen über seine klischeebehaftete Rolle hinaus, trotzdem hat er mit seiner Art schnell einen Weg in mein Herz gefunden. Und um ehrlich zu sein, ich mag solche männlichen Rollen doch sehr. Vor allem die Geheimnisse und die Unklarheiten um die vergangenen Geschehnisse haben ihn unglaublich interessant werden lassen. Als Leser wollte man unbedingt erfahren, was es nun damit auf sich hat. Dadurch geriet ich in einen regelrechten Sog, wodurch ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Besonders die kleinen Details, die die Charaktere und auch ihre Beziehung ausmachen, waren sehr schön und haben direkt eine gewisse Nähe und Vertrautheit geschaffen. So gibt es immer wieder Stellen, an denen sich Dinge aus „Stolz und Vorurteil“ finden. Auch die Szene, in der die beiden erstmals aufeinander treffen, ist dank des Schreibstils nicht nur angenehm zu lesen, sondern besitzt gleich eine ganz eigene, individuelle Faszination.

Die Handlung ist nicht unbedingt unvorhersehbar, dennoch fällt man beinahe in die Geschichte hinein und kann nur schwer wieder hinausfinden. Manche Szenen kamen mir etwas unwirklich vor und auch das Ende war zu sehr aus dem Nichts, wodurch es alles etwas unrealistisch wirkte.

Dennoch konnte mich Lena Kiefer besonders durch das Setting überzeugen. Der Kleinstadtcharme ist wundervoll an den Leser herangetragen worden und auch Schottland als Land mit seiner Kultur und seiner Natur hat einen Platz bekommen. Normalerweise gehe ich eher weniger auf das Cover ein, doch hier muss ich anmerken, dass sowohl das Cover als auch der Klappentext der Geschichte nicht unbedingt gerecht wird.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung! Ich habe die Lesestunden wirklich genossen und warte nach diesem unfassbaren Kliffhänger sehnsüchtig auf Band Zwei. Wer einen fesselnden New Adult Roman für Zwischendurch sucht, ist bei diesem Buch auf jeden Fall richtig.

4 von 5 Sternen

Wild like a River – Kira Mohn | Rezension

// Allgemeines:

Titel: Wild like a River

Autorin: Kira Mohn

Verlag: Kyss

Genre: zeitgenössischer Liebesroman, New Adult

ISBN: 978-3-499-00399-8

Seitenanzahl: 400

Preis: 12,90€

Klappentext:

In der Stille des Waldes hörst du dein Herz … 
Haven lebt als Tochter eines Rangers in einem von Kanadas Nationalparks. Nirgends fühlt sie sich so wohl wie in der wilden Natur. Menschen hingegen verunsichern sie. Sie weiß nie, was sie sagen, wie sie sich verhalten soll. Die meisten Leute finden sie seltsam. Doch dann begegnet sie Jackson, einem Studenten aus der Stadt. Er bittet sie, ihm ihre Welt zu zeigen. Und plötzlich ist da jemand, der all das, was sie bisher allein erlebt hat, mit ihr teilt. Ein verwirrend schönes, aber auch schmerzhaftes Gefühl. Denn Jackson muss bald wieder zurück in seine eigene Welt …
Emotional und ergreifend – der Auftakt der Kanada-Reihe von Kira Mohn

// Kurzmeinung

„Berührend und besonders – eine Liebesgeschichte in der Weite Kanadas.“

— bookdragoon

// Meine Meinung:

Kira Mohn – für mich ist sie einer der Autorin, die es mir besonders wegen ihrer berührenden Charaktere und ihrem Schreibstil angetan hat. Deswegen war dieses Buch eines der Dinge, die eine Vorfreude in mir ausgelöst haben, sodass ich kaum warten konnte, dass der Herbst endlich anbricht.

In Dänemark wurde „Wild like A River“ dann sofort gestartet und es war anders, als ich es erwartet hatte. Die Geschichte von Jackson und Haven weißt eine Tiefe auf, die in vielen New Adult Romanen verloren geht. Die Natur Kanadas wird von Kira Mohn auf wundervolle Weise beschrieben und man fühlt sich gleich selbst in den Wald und die Welt von Haven stehend. Leider entfernen wir uns dann immer mehr von der Natur und die Geschichte entwickelt sich in eine Richtung, die mich überrascht hat. Trotzdem hätte ich mehr wesentlich mehr Szenen in den Wäldern Kanadas gewünscht. Die Charaktere sind liebevoll, so richtig bin ich allerdings mit ihnen nicht warm geworden. Besonders Jacksons Beschützerinstinkt Haven gegenüber war auf der einen Seite zwar süß, andererseits aber auch unangenehm.

Die Beziehung von den beiden kam mir doch etwas schnell vor. Haven entscheidet sich nach Jacksons Auftreten, den Nationalpark zu verlassen und wird mit einer Welt voller Vorurteile, Menschenmassen und Chaos konfrontiert. Die Autorin schafft es auf beeindruckende Weise, die Stadt aus Havens Sicht darzustellen und entgegen meiner Befürchtungen kann sich die Hauptprotagonistin sogar ganz gut eingliedern. Viele Szenen sind mir dabei richtig nah gegangen und des öfteren musste ich das Buch auf Seite legen.

Insgesamt war besonders der Teil der Geschichte, der im Nationalpark spielt, sehr stark. An manchen Stellen hatte es leider seine Längen und gerade die Liebesgeschichte der beiden konnte mich nicht richtig überzeugen. Der Schreibstil aber war wieder einmal grandios. Es war leicht und flüssig zu lesen, genauso schafft es die Autorin auch die Gefühle der Charaktere auf berührende Weise an den Leser heranzutragen. Der Plot erscheint mir rückblickend gut gewählt, da es kein unnötiges Drama gibt, sondern wirkliche Konflikte, die wunderbar gelöst wurden.

Zusammengefasst ist der Roman wirklich süß, für mich allerdings kein Highlight gewesen.

4 von 5 Sternen

Silver Crown – Julie Johnson | Rezension

Wieso ich gleich nach dem Klappentext so furchtbar angetan von diesem Buch war? Keine Ahnung. Und auch nach dem Lesen kann ich immer noch nicht sagen, weshalb ich die Geschichte einerseits verschlungen habe und andererseits nur noch kopfschüttelnd dasaß .

In meinen ganzen bisherigen Leben gibt es eine Sache, die ich mir niemals erträumt habe. Und das war ganz klar, dass ich niemals die Prinzessin sein wollte, die von ihrem Prinzen auf einem weißen Pferd gerettet wird. Okay, vielleicht hätte ich das Pferd genommen, mittlerweile auch den Prinzen, aber die Krone könnt ihr behalten. Da bin ich mir absolut sicher. Wieso ich also plötzlich den Drang verspürt habe, dieses Buch lesen zu wollen? Keinen Schimmer. Und soll ich etwas sagen? Dieser Roman war nicht gerade eine Meisterleistung und doch hatte es auf merkwürdige Weise einen so hohen Suchtfaktor, dass ich es innerhalb eines Tages beendet habe… Obwohl ich zu dem Zeitpunkt eigentlich hätte lernen müssen.

// Allgemeines:

Titel: Silver Crown (Forbidden Royals #1) 

Autorinnen: Julie Johnson 

Verlag: Lyx 

Genre: New, Young Adult  

ISBN: 978-3-7363-1303-3

Seitenanzahl: 229

Preis: 14,90€

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, Netgalley!

Klappentext:

Sie ist das dunkle Geheimnis der königlichen Familie 
Emilia Lancaster führt ein vollkommen normales Leben. Doch als ein Schicksalsschlag die Thronfolge des Landes ändert und ihr Vater zum König gekrönt werden soll, findet sich Emilia als seine illegitime Tochter plötzlich in der Rolle der Kronprinzessin wieder. Ihr neues Leben im Palast könnte der Anfang eines Märchens sein. Aber Emilia merkt schnell, dass sie von Intrigen und Machtspielen umgeben ist – und von Menschen, die alles andere als begeistert von ihrem unerwartetem Aufstieg sind. Ganz besonders Carter Thorne, der Sohn ihrer Stiefmutter, scheint ihre bloße Anwesenheit als Provokation zu empfinden. Anders kann sich Emilia seine düsteren Blicke nicht erklären, die trotz allem ihr Herz höher schlagen lassen…



// Kurzmeinung:

„Eine fesselnde Royalgeschichte voller Intrigen, jede Menge Gefühlschaos und mit humorvollen Schreibstil“

— bookdragoon

// Meine Meinung:

Silver Crown hat mich spätestens nach den ersten Seiten nicht mehr losgelassen. Schon schnell erschien mir der humorvolle Schreibstil als ein wundervoller Erzählstil, der die Geschichte auf amüsante Weise und doch mit der nötigen Poesie mittels sprachlicher Bilder zum Leben erweckte. Auch im Verlauf der Geschichte hat mich so einiger Satz zum Lachen gebracht. Es war sehr schnell und leicht zu lesen und einige Sätze musste ich mir sogar markieren.

„Ich bin keine Prinzessin. Ich bin eine Schachfigur.“ – S.215

Die Aufteilung der Charaktere erinnert mich sehr stark an Cinderella. Es gibt natürlich die böse Stiefmutter und auch die Rolle der „Guten Fee“ ist vergeben. Allerdings an eine eher untypische junge Frau. Irgendwie hat mich das die Geschichte gleich mehr mögen lassen, weil das klischeehafte Konstrukt in Verbindung mit der heutigen Moderne sehr gut umgesetzt wurde. Die Handlung birgt viele interessante Wendung, ist stets spannend und lässt einen kaum das Buch aus der Hand legen. Obwohl es nicht viele Seiten sind, hatte ich nie das Gefühl, dass es mir zu schnell gehen würde. Ein weiterer für mich riesiger Pluspunkt ist die Stiefbruder-Liebesgeschichte. Viele mögen es nicht, aber für mich zählt es zu meinen Lieblingsideen im New bzw. Young Adult. Ich glaube, man mag es oder eben nicht und für mich hat es immer einen kleinen nostalgischen Beigeschmack. Es erinnert mich an viele Lesestunden auf Wattpad und meine ersten Schreibversuche…

Neben unserer Hauptprotagonistin Emilia, die mir im Grunde doch sympathisch war, haben mir auch die Nebencharaktere gut gefallen. Zwar fehlt etwas die Tiefe, aber da es ins Gesamt eine eher leichte Geschichte ist, hat mir das nicht unbedingt an Lesespaß geraubt. Natürlich hätten die Charaktere etwas mehr ausgearbeitet sein und die Handlung auch wesentlich mehr unvorhersehbare Wendungen bieten können, aber dennoch wird man von dem Roman einfach nur mitgerissen und gerät in einen Sog, von dem man sich kaum lösen kann. In manchen Momenten kamen mir die Protagonisten jedoch alle zu jung für ihr Alter vor. Beispielsweise ist ihr Vater schon über siebzig. Ich hatte eher den Eindruck, dass es sich um einen Fünfzigjährigen handelt. Auch Emilia und Carter schienen mir wie High School Schüler, die gerade ihren Abschluss gemacht haben und nicht wie Anfang Zwanzig. Zu dieser Wahrnehmung hat vor allem Emilias jugendhafte Denkweise beigetragen und in manchen Momenten auch ihre Naivität. Manchmal wollte ich meinen Kindle am liebsten gegen die Wand schmeißen oder konnte gar nicht mehr mit dem Kopfschütteln aufhören. Weitergelesen habe ich trotzdem – weil es einfach unfassbar süchtig gemacht hat.

„Grenzenlose Macht verdirbt ein reines Herz mit sehr viel größerer Wahrscheinlichkeit, als sie ein dunkles heilen wird.“ – S.109

Die Liebesgeschichte war ein ewiges Auf und Ab und … ich habe es einfach genossen. Natürlich gab es Augenblicke, in denen ich die beiden am liebsten kräftig geschüttelt hätte, aber dieses Mitfiebern und Mitfühlen hat mir unheimlich viel Spaß bereitet.

Kann ich den Roman also weiterempfehlen? Ja, ich denke schon. Es ist eine interessante Geschichte für Zwischendurch, an die man jedoch unvoreingenommen herangehen sollte. Obwohl ich mich oft aufgeregt habe, hat es doch Spaß gemacht und ich bin gespannt auf den nächsten Teil.

3,5 von 4 Sternen