»Normale Menschen« – Sally Rooney | Kurzrezension

Sally Rooneys »Normale Menschen« ist im Englischen fast schon ein Klassiker. Nach vielen Meinungen auf Booktube und Bookstagram und der Serie war für mich klar, dass ich das Buch unbedingt lesen möchte. So viel kann ich schon einmal vorwegnehmen: Die Serie hat mir doch besser gefallen als das Buch… An dieser Stelle geht ein großes Dankeschön an das Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Eine gelungene Plotline, doch zu emotionslos erzählt.


Bewertung: 3 von 5.

// Allgemeines:

  • Aus dem Englischen von Zoë Beck
  • Originaltitel: Normal People
  • Originalverlag: Faber & Faber
  • Hardcover mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
  • ISBN: 978-3-630-87542-2
  • Erschienen am  17. August 2020

Die Geschichte einer intensiven Liebe: Connell und Marianne wachsen in derselben Kleinstadt im Westen Irlands auf, aber das ist auch schon alles, was sie gemein haben. In der Schule ist Connell beliebt, der Star der Fußballmannschaft, Marianne die komische Außenseiterin. Doch als die beiden miteinander reden, geschieht etwas mit ihnen, das ihr Leben verändert. Und auch später, an der Universität in Dublin, werden sie, obwohl sie versuchen, einander fern zu bleiben, immer wieder magnetisch, unwiderstehlich voneinander angezogen. Eine Geschichte über Faszination und Freundschaft, über Sex und Macht.


// Meine Meinung:

Meine Gedanken sind ein bisschen wirr. Schon vor einiger Zeit habe ich die Serie geschaut und fand sie sehr interessant. Neugierig darauf, wie das Buch sein würde, habe ich es gestern angefangen und in kürzester Zeit durchgelesen. Es handelt sich auf jeden Fall um eine Geschichte und Charaktere, die gedanklich an einem haftenbleiben. Selbst zum Schluss verfolgt mich das Gefühl, keinen der beiden richtig kennengelernt zu haben. Ich bin froh darüber, sie einen Zeitraum über begleitet zu haben, dennoch empfinde ich nicht das Bedürfnis, jemanden das Buch ans Herz zu legen. Im Gesamten macht es auch rückblickend immer noch einen sehr oberflächlichen Anschein – die Gefühle und Gedanken der Protagonisten scheinen nie richtig aus den Tiefen ihrer Persönlichkeit zu stammen, sondern immerzu der offensichtliche Kratzer an der Oberfläche zu sein. Es liegt eine Einfachheit in den Worten, die oft einen plumpen und rauen Eindruck gemacht haben. Muss man mögen, mir war es zu wenig? Zu viel? Ich weiß es nicht. 
Gerade die Dialoge fühlten sich beinahe unecht an – inhaltsleer, gefühllos. 
Die Zeitsprünge bieten zwar viel Handlungsraum, wurden meist auch sehr gut angewandt und in einem fließenden Übergang umgesetzt. Dennoch finde ich gerade Connells Entwicklung in der Therapie als einen wichtigen Handlungsaspekt, der einfach ausgelassen wurde. Auch bei Marianne. Man denkt, da würde noch etwas kommen, und dann ist es schon vorbei. Letztlich kann man es nur als eine kurze Momentaufnahme betrachten, als ein paar Seiten, die aus dem Buch herausgerissen wurden. 

3,5 von 5 Sternen

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