»Wie man den Wind aufhält« – Lynda Mulally Hunt | Rezension

Allgemeines

Titel: Wie man den Wind aufhält

Autorin: Lynda Mulally Hunt

Verlag: cbj

Genre: Jugendbuch

ISBN: 978-3-570-16584-3

Preis: 15,00€ (Hardcover)


Gemeinsam übersteht man jeden Sturm

Delsie wohnt allein bei ihrer Großmutter auf Cape Cod und fragt sich immer öfter, wer ihre wahre Familie ist. Als ihre Freundin Aimee sie als »Waise« bezeichnet, möchte Delsie mehr über ihre Eltern erfahren. Zum Glück schließt sie Freundschaft mit Ronan, der mit seiner eigenen Vergangenheit zu kämpfen hat. Während sie gemeinsam Cape Cod erkunden, entdecken Delsie und Ronan den Unterschied zwischen Wütend- und Traurigsein, was es bedeutet, kaputt oder heil zu sein, wie es ist, verlassen oder geliebt zu werden. Und dass sie gemeinsam jedem Sturm gewachsen sind.


Schon zum Erscheinungstermin von »Wie man den Wind aufhält« ist mir das Buch besonders durch den Klappentext ins Auge gesprungen. Es klang nach einer sehr tiefsinnigen und emotionalen Geschichte, die ich nur zu gerne lesen wollte. Wieso es dann so lange dauert, dass dieses Rezension online kommt? Leider bin ich sowohl mit den Charakteren als auch mit dem Schreibstil gar nicht warm geworden und ich habe es dann nach Wochen abgebrochen, weil es einfach keinen Sinn gemacht hat.

»Wie man den Wind aufhält« handelt von der jungen Protagonistin Delsie, die als Weise bei ihrer Großmutter aufwächst. Die Frage, wer ihre wahre Familie ist, wird immer präsenter und Delsie möchte mehr über ihre Eltern erfahren. Mich hat die Grundidee sofort neugierig gemacht. Neben der Suche nach der Wahrheit steht auch das Thema Freundschaft im Mittelpunkt. Sowohl neue Freundschaften als auch alte, die zerbrechen. Grundlegend passiert nicht wirklich viel: Man begleitet Delsie in ihrem Sommer, lernt ihre Freunde kennen, erlebt ihre Gefühle und Gedanken mit. Dennoch fiel es mir wirklich schwer, eine Bindung zu ihr aufzubauen. Vermutlich lag es einfach daran, dass sie so viel jünger als ich ist und ich mich nur schwer in sie hineinversetzen konnte. Die Handlung erscheint ohne einen gewissen roten Faden, viele Szenen haben keinen genauen Mehrwert und ich habe mich oft gefragt, welche Informationen gerade diese Szene dem Leser vermitteln sollte.

Ein weiterer großer Aspekt, der mir jeglichen Spaß beim Lesen genommen hat, ist der Schreibstil. Auch hier habe ich gemerkt, dass das Buch vorwiegend an jüngere LeserInnen gerichtet ist und ich einfach schon zu alt bin. Die Dialoge erscheinen sehr gestellt und ihnen fehlt jegliche Natürlichkeit. Besonders auffallend war das bei der Oma. Ihre Antworten und Handlungen wirkten sehr unpassend und überhaupt nicht nachvollziehbar für ihre Figur. Leider haftete auch an der ganzen Geschichte ein sehr unechter Eindruck und die erhoffte Tiefe fehlte mir persönlich. Weil ich sowohl mit den Charakteren und auch mit dem Schreibstil nicht warm wurde, habe ich das Buch dann nach etwas über der Hälfte abgebrochen. Ich bin mir sicher, dass die Geschichte gerade für jüngere LeserInnen etwas ist, die den einfachen Schreibstil mögen. Für Kinder ist es leicht zu lesen und die Message wird auf direkte Weise an den Leser herangetragen.

Für mich persönlich hat es einfach nicht gestimmt. Super schade…

2,5 von 5 Sternen

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