A Fate Darker Than Love – Bianca Iosivoni | Rezension

Nordische Mythologie ist eines der Themen, die meiner Meinung nach noch nicht sonderlich ausgeschmückt in Fantasyromanen zu finden ist. Umso gespannter war ich auf den Auftakt der »The Last Goddess«-Reihe.

An dieser Stelle geht ein großes Dankeschön an den Ravensburger Verlag für das Rezensionsexemplar!


// Allgemeines:

Titel: The Last Goddess, Band 1: A Fate Darker Than Love

Autorin: Bianca Iosivoni

Verlag: Ravensburger

Genre: (Urban) Fantasy

Seitenanzahl: 352

ISBN: 978-3473585779

Preis: 14,99€

// Klappentext:

Das dunkelste Geheimnis liegt oft in dir selbst.

Mächtig, unsterblich und geheimnisvoll. Valkyren sind die Nachfahrinnen der nordischen Götter und die Einzigen, die die Menschheit vor dem endgültigen Untergang bewahren können. Ihr Auftrag: die Seelen gefallener Helden nach Valhalla zu begleiten. Blair, die als Tochter einer Valkyre keine eigenen Kräfte besitzt, hat mit alldem nichts zu tun – bis ihre Mutter bei einem Autounfall ums Leben kommt. Doch Blair ist sich sicher, dass es kein Unfall war. Ihre Mutter wurde ermordet. Allerdings will ihr niemand glauben, nicht einmal ihr bester Freund Ryan, für den sie schon lange mehr als nur Freundschaft empfindet. Auf sich allein gestellt macht sich Blair auf die Suche nach der Wahrheit und muss schon bald erkennen, dass ihr Schicksal aufs Engste mit dem der Valkyren verknüpft ist – und mit dem von Ryan. 

Band 1 der neuen Romantasy von Bestseller-Autorin Bianca Iosivoni.


// Meine Meinung:

Ich bin kein Fan davon, schlechte Rezensionen zu schreiben oder gar in irgendeiner Weise mich schlecht zu einem Buch zu äußern. So viel Herzblut und Arbeit steckt in jeder Zeile, sowohl von Seiten der Autorinnen und Autoren, aber auch viele weitere Personen. Deswegen habe ich etwas mit mir gehadert, ob ich diese Rezension schreiben soll. Ich meine… Wem bringt es etwas, schlecht über ein Buch zu schreiben?

Nichtsdestotrotz habe ich mich dafür entschieden. Und das aus einem einfachen Grund: Ich möchte keinesfalls Zweifel in der Autorin hervorrufen oder euch gar von einem Kauf abhalten. Wieso ich diese Rezension schreiben möchte, liegt in dem Wunsch danach, meine Erfahrungen und Gefühle in Worte zufassen und so mit der Geschichte abschließen zu können. Außerdem möchte ich einen Einblick geben, um euch vielleicht bei der Kaufentscheidung zu helfen und auch, um eure Erwartungen etwas realitätsnäher werden zu lassen, sodass ihr vielleicht noch positiv überrascht werdet.

Zu Beginn hat mich vor allem die nordische Mythologie neugierig auf das Buch werden lassen. Und die Idee gefiel mich auch wirklich gut, an der Umsetzung hat es allerdings ein wenig gefehlt. Die Charaktere Ryan und Blair entsprechen beiden eher den typischen Standardvorlagen und hatten für mich wenig eigenes an sich. Ihre Persönlichkeit hebt sich nicht wirklich vom Mainstream ab. Das wäre aber nicht wirklich schlimm gewesen, wenn sie als Charakter dennoch greifbar wären. Leider war dem nicht der Fall und viele Entscheidungen und Gedankengänge fielen für mich einfach nicht nachvollziehbar aus. Beispielsweise wie Blair mit dem Tod ihrer Familie umgegangen ist oder auch die Gefühle für Ryan. Mir erschien das Alles von einem unechten Schleier umgeben, wodurch sich beim wiederholten Lesen von Sätzen, die sich nicht im geringsten in ihrem Inhalt unterschieden, ein unangenehmer Beigeschmack breitgemacht hat und ich keinerlei Spaß empfunden habe. Was mir ebenso fern vorkam, waren die Gefühle für Ryan. Ich fand ihn einfach nicht anziehend und eher … »nervig«. Das ständige Augenzwinkern konnte ich gar nicht leiden. Es passte einfach nicht zu seiner Ausstrahlung.

Der Schreibstil von Bianca gehört nicht unbedingt zu meinen liebsten, aber die Geschichte lässt sich dennoch schnell und flüssig lesen. Am Anfang braucht es enorm lange, bis ein Hauch von Spannung auftaucht und dann folgen nur wenige Szenen, die meine Aufmerksamkeit wirklich fesseln konnten. Dadurch habe ich sehr viel nur überflogen und war nicht ganz mit den Gedanken beim Buch. Die Entwicklung bzw. der Fortgang des Fantasyromans entspricht wie auch die Charaktere eher dem Standard. So war ich von den „Plottwists“ nicht unbedingt überrascht und hatte mit den meisten Geschehnissen schon gerechnet. Das Ende war gut, konnte aber den überwiegend nicht überzeugenden Teil nicht wettmachen.

Kann ich eine Empfehlung aussprechen? Ich würde das Buch vielleicht Neulingen im Fantasy-Genre empfehlen, die noch nicht viel gelesen haben oder gerade damit anfangen wollen. Dennoch gibt es weitaus besser Geschichten, die fesselnder und mitreißender sind. Mir hat es an zu vielen Stellen an Detail gefehlt, wodurch ein eher weniger gut ausgearbeiteter Eindruck entstand. Ich kann verstehen, weshalb manchen das Buch gefallen hat, meins war es einfach nicht.

2 von 5 Sternen


// Fazit:

„Interessante Idee, allerdings spannungslose Umsetzung – konnte mich nicht überzeugend.“

— bookdragoon

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