Making Faces – Amy Harmon | Rezension

Sterben ist einfach.

Die wahre Herausforderung ist das Leben.

Mit diesen Worten beginnt der Klappentext von »Making Faces« und ich wüsste keine besseren, um den Inhalt des Romans zusammenzufassen.

Vielen Dank an den Lyx-Verlag für das Rezensionsexemplar!

// Allgemeines:

Titel: Making Faces

Autorin: Amy Harmon

Verlag: Lyx

Genre: New Adult

ISBN: 978-3-7363-1281-4

Seitenanzahl: 381 Seiten

Preis: 12,90€

// Klappentext:

Sterben ist einfach. Die wahre Herausforderung ist das Leben.Seit sie denken kann, ist Fern Taylor in Ambrose Young verliebt. Ambrose, der überall beliebt ist und so schön, dass ein unscheinbares Mädchen wie Fern niemals auch nur auf die Idee gekommen wäre, bei ihm eine Chance zu haben. Ihre Freizeit verbringt sie mit ihrem besten Freund Bailey, der an den Rollstuhl gefesselt ist, aber dennoch das Leben mit jeder Faser aufsaugen will. Eigentlich schien es ganz klar, was die Zukunft für sie bereithält. Bis zu dem Moment, als Ambrose Fern endlich »sieht«, aber so zerbrochen ist, dass sie nicht weiß, ob ihre Liebe genug sein wird …

// Meine Meinung:

Auf den ersten Blick klingt der Klappentext nach dem gleichen nichtsaussagenden Kram, der immerzu auf der Rückseite von New Adult Büchern zu finden ist. Was mich letztendlich dazu bewegt hat, das Buch anzufragen, war Colleen Hoovers Zitat darunter.

Ich war neugierig darauf, was sich wohl hinter dem Cover befinden sollte, und schon mit den ersten Zeilen ist mir aufgefallen, wie anders diese Geschichte ist. Und gleichermaßen, wie sehr die üblichen Klischees wiederholt aufgegriffen wurden. Gerade der Schreibstil bzw. die Er-Sie-Perspektive hat es mir schwer gemacht, in die Story hineinzufinden. Neben Ambrose und Fern werden ebenso die Gefühle anderer Nebencharaktere in ausgewählten Szenen angerissen, wodurch die Handlung in vielerlei Momenten durch einen allwissenden Erzähler ausgedrückt wird. Für mich ist es einfach schwierig, in einer auf diese Weise erzählten Geschichte hineinzutauchen. Das ist allerdings von Leser zu Leser unterschiedlich.

Die Verbindung zu den Charakteren ist mit Sicherheit da, doch ich habe keinen Weg gefunden, den Protagonisten wirklich nahezukommen. Natürlich, einige Sachen sind tragisch, auf wundervolle Weise niedergeschrieben oder allein durch ihre wahrheitsgemäße Aussagekraft sehr emotional und haben mir Tränen in die Augen treten lassen, aber dieses letzte Fünkchen, um ihm Roman wahrhaftig ankommen zu können, ist stets ein paar Schritte entfernt gewesen.

Das Setting ist die typische amerikanische Kleinstadt. Der christliche Glaube ist durch die Vaterfigur von Fern, der als Pastor arbeitet, stark im Vordergrund, doch auf eine gute Art. Die gelegentlichen Phrasen des Pastors konnten den Charakteren helfen und boten immer wieder ein paar Sätze, die auch für einen selbst eine gewisse Lehre mit sich zogen. Was mir manchmal stark auf die Nerven gegangen ist, ist die stetige Wiederholung von Ferns immer wiederkehrenden, unaufhörlichen Getue, wie hässlich sie doch sei. Dieses »Ich bin nicht gut genug für ihn« wird an einem Punkt unglaubwürdig und aufgesetzt, weil es einfach zu oft immer und immer wieder in den Mittelpunkt gedrängt wurde. Es war schade, weil die Geschichte weit aus mehr Potential gehabt hätte.

Ein paar Worte zur Handlung: Der Plot ist nicht unbedingt von unnötigen Drama durchzogen und besitzt einen gefühlvollen Charakter. An manchen Stellen entsteht eine gewisse Spannung, wodurch ich in diesen Momenten einem kurzen Sog verfallen bin und das Buch für ein paar Seiten kaum aus der Hand legen konnte. Trotz dessen finden sich einige Stellen, die sich wahnsinnig gezogen haben. Dadurch habe ich viele Sätze nur überflogen und bloß wirklich das aufmerksam gelesen, das mich fesseln konnte.

Ich bin mir sicher, für manche könnte es Lieblingsbuch-Potential haben und ich gebe jedem die Empfehlung, sich selbst ein Bild von der Geschichte zu machen – was man sowieso immer machen sollte. Meine Geschichte war es nur leider nicht.

3 von 5 Sternen

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