Die Tränenkönigin – Jay Lahinch | Rezension

// Allgemeines

Titel: Die Tränenkönigin


Autorin: Jay Lahinch

Verlag: Bookapi Verlag

Genre: Romantasy 

ISBN: 978-3746068886

Preis: 12,99€

Klappentext: 

„Und auch wenn ich der Trauer nachgeben möchte, ist es die Seele meines Bruders, die ich retten muss.“

Manchmal ist der Tod nicht nur das Ende eines geliebten Herzens, sondern besiegelt zugleich dein Schicksal. Das muss Nava schmerzlich erkennen, als ihr Zwillingsbruder nach dem Tod ihrer Eltern verstummt. Eine Flucht aus Marenna scheint ihr einziger Ausweg und nur der fremde Jayden ist bereit, sie auf dieser Reise ins Ungewisse zu begleiten. Erst ein unglaubliches Angebot der Tränenkönigin gibt ihrem Weg eine Richtung. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach den Tränen, die nicht nur das Schicksal ihres Bruders, sondern das einer ganzen Welt für immer verändern könnten.

„Ich liebe den Regen, denn er macht deine Tränen unsichtbar.“

// Zitate  


„Jedem verantwortlichen Gefühl gebührt sein eigenes Meer aus zahlreichen Tränen.“ – S. 7

„Wenn ich doch nur nicht allein um diese letzte Chance kämpfen müsste, die nicht mehr als eine Feder im Wind war.“ – S. 43 

„Es ist Zeit zu gehen. Zeit, frei zu sein.“ – S. 97

„Die Traurigkeit verbirgt die Gefahr der Unendlichkeit in sich. Sie will nichts mehr, als dich vom ersten Tag an auf jedem noch so kleinen Schritt zu begleiten. Sie wird sich nie mehr von deiner Seite lösen, wenn du sie nicht abgibst und gehen lässt.“ – S. 168

„Dieses Band, von dem ich geglaubt hatte, dass es uns miteinander verband, begann zu zittern und zu beben, wie ein Vogel, der im Sturm das Gleichgewicht verlor.“ – S. 239

„Es sind die Geheimnisse, die Menschen verbinden. Nicht das Offensichtliche.“ – S. 259

// Kurzmeinung

„Eine mitreißende Geschichte über den Mut des Loslassens und das Wagnis über sich hinauszuwachsen – auf wundervolle Art erzählt.“

— bookdragoon

//Meinung

Bevor ich mit meiner ausführlichen Meinung zum Buch starte, möchte ich mich noch kurz sowohl bei Mainwunder als auch beim Verlag bedanken. Vielen Dank, dass ich bei dieser wundervollen Aktion mitmachen durfte und ein unsagbar tolles Paket zugesendet bekommen habe!

Schon zu Beginn hat mich der Klappentext enorm angesprochen und als ich das Buch dann in den Händen halten konnte, wollte ich es am liebsten sofort verschlingen. Allein die Aufmachung gibt unheimlich viel her und jedes Zitat am Anfang der Kapitel berührt einen auf empfindsame Weise. Neben dem schönen Cover ist auch die wiederholende Illustration am Kapitelanfang ein wirklicher Hingucker, der dem Buch gleich einen gewissen Charakter verleiht. Dank des wunderschönen Schreibstils bin ich durch die Seiten innerhalb eines Tages wortwörtlich geflogen und wollte gar nicht mehr aufhören zu Lesen. Einige Stellen wurden markiert und gehen mir auch im Nachhinein immer noch nahe. 

Die Geschichte beginnt schnell. Es hat keine zehn Minuten gedauert und man fühlte sich der Protagonistin verbunden. Ich mochte Navas Art sehr, ihre Emotionen werden ungefiltert an den Leser herangetragen, wodurch man sich ihr sofort unsagbar nahe fühlt. Sowohl ihre Angst als auch ihr Mut lassen sie nicht nur nahrbar, sondern auch echt und wirklich wirken. Die Autorin hat es auf großartige Weise geschafft, den Protagonistin Leben einzuhauchen. Jayden war nicht ganz mein Typ und doch mochte ich ihn sehr – besonders seine liebevolle Art, seine Neugier. Neben den spannungsvollen Geschehnissen während Jaydens und Navas Reise ist die Liebesgeschichte ein nebensächlicher Handlungsstrang, da es viel mehr um die Charakterentwicklung Navas und ihr Abenteuer geht. Dass sich Gefühle zwischen den beiden entwickeln, ist jedoch deutlich spürbar und hat natürlich meine Neugier enorm geweckt. 

Die Idee der Tränenkönigin und die Umsetzung der magischen Elemente hat mir ebenfalls sehr zugesagt und war mal etwas anderes zu dem sonst eher standardisierten Ideen von Magie in Fantasyromanen. Was mir jedoch etwas fraglich erschien, war die Art, wie die Protagonistin mit ihrem Verständnis von Magie umgegangen sind. Mir erschien es, als würden die beiden nicht unbedingt überrascht sein. Als würden sie die Vorstellung von der göttlichen Ordnung der Wirklichkeit seit ihrer Kindheit kennen und einfach so hinnehmen, dass sie tatsächlich der Wahrheit entspricht. Kurz gesagt; mir kam die Magie zu plötzlich. 

Auch wenn die Handlung nicht unbedingt unvorhersehbar ist, birgt sie doch spannende Wendungen und immer wieder neue Erkenntnisse über das Land, die Charaktere oder anderes. Die meisten aufkommenden Fragen finden im Verlauf eine Antwort und der Abschluss lässt auf jeden Fall Spielraum für einen weiteren Teil. 

Ich bin nun sehr gespannt auf den zweiten Band und hoffe, dass er mir genauso gut gefällt wie „Die Tränenkönigin“. 

4 von 5 Sternen 

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