Forever Free – San Teresa University | Rezension

Ein Roman über Angst, Liebe und das Über-sich-hinauswachsen

Allgemeines:

Titel: Forever Free – San Teresa University

Autorin: Kara Atkin

Verlag: Lyx

Genre: New Adult

Seitenanzahl: 469

ISBN: 978-3-7363-1298-2

Preis: 12,90€

Klappentext:

Ihr größter Traum war es, endlich frei zu sein. Niemals hätte sie gedacht, dass sie ihr Herz dabei verlieren würde.
Raelyn Miller kann es kaum erwarten, ihr Studium in Kalifornien zu beginnen und weit weg von zu Hause noch einmal ganz von vorn anzufangen. Doch schnell stellt sie fest, dass es gar nicht so leicht ist, auf eigenen Beinen zu stehen und dass ihr altes Leben sie stärker im Griff hat, als sie dachte. Vor allem, als sie den geheimnisvollen Hunter kennenlernt, zu dem sie sich magisch hingezogen fühlt, obwohl er doch alles verkörpert, was Raelyn endlich hinter sich lassen wollte … 

Auftakt der dreibändigen New-Adult-Reihe von Kara Atkin 

Meine Meinung:

Sommerliche Vibes, große Gefühle und realitätsnahe Charaktere – das hatte ich mir von diesem Buch erhofft und gefunden. Obwohl ich wohl sagen kann, dass ich mit vollstem Herzen ein Herbstkind bin und mich in der Kälte unheimlich Zuhause fühle, ist diesen Sommer besonders überraschend der Wunsch nach sommerlichen Geschichten aufgekommen. Von Forever Free habe ich zuvor schon einiges gehört und die positiven Meinungen führten letztendlich dazu, dass der Roman bei mir einziehen durfte.

Schon auf den ersten Seiten begrüßte mich die Wärme der Jahreszeit. Die Autorin schaffte es mit wenigen, aber gezielten Worten, das sommerliche Flair an den Leser heranzutragen und konnte dafür sorgen, dass man sich schnell Zuhause fühlte. Auch in den nächsten Seiten waren die Beschreibungen schöne Untermalungen, ihr Schreibstil ist flüssig zu lesen, bringt die Geschichte voran, lässt den Leser aber ebenso an den Gefühlen und Ängsten der Protagonisten teilhaben. An Emotionen hat es keinesfalls gefehlt. So haben mich die Charaktere auf eine Reise voller Lachen und Weinen mitgenommen, mich fühlen lassen, was sie fühlten.

Die Charaktere sind nicht überdreht und besitzen alle eine gewisse Glaubhaftigkeit, sodass ich sie sehr schnell in mein Herz schließen konnte. Raelyn ist mir sofort sympathisch gewesen. Ihre Ängste und ihre Schüchternheit waren für mich greifbar und nachvollziehbar. In gewisser Art wurde mir durch sie ein Spiegel vorgehalten, den ich an manchen Stellen lieber nicht gewollt hätte. Zugleich gibt ihre Entwicklung jedoch auch Mut und Hoffnung und zeigt, dass manchmal alles nicht so schlimm ist, wie man denkt. Oft wollte ich sie einfach nur in den Arm nehmen und ihr sagen, dass es okay ist, Angst zu haben, und dass sie genau das Richtige tut. Sie will über sich hinauswachsen, arbeitet an sich und erzielt Erfolge.

Zu Hunter muss ich leider sagen, dass er mir nicht ganz so zugesagt hat: Ich empfand seine ruppige Art an manchen Stellen ganz gut und mochte im Grunde seinen Charakter. Er bringt Raelyn dazu, sich mit ihren Ängsten auseinanderzusetzen und aus ihrer sicheren Komfortzone hinauszuwagen. Manchmal hätte ich ihm deswegen gerne den Kopf abgerissen, doch leider war es genau das, was Raelyn brauchte. Trotzdem konnte ich mich nicht so in ihn verlieben, wie es Raelyn getan hat. Vielleicht lag es einfach daran, dass er nicht mein Typ war.

Der Verlauf der Geschichte lässt vor allem viel Freiraum für die Charakterentwicklung von Raelyn, man lernt sie Stückchen für Stückchen besser kennen, erfährt den Grund, weshalb sie so ist, wie sie ist. Die Gefühle für einander entwickeln sich langsam, zugleich ist die Anziehung zwischen den beiden schon von Beginn an spürbar. An manchen Stellen gibt es einige Klischees, doch die haben der Geschichte keinesfalls geschadet. Ein bisschen origineller hätte es zwar schon sein können, aber ich habe trotzdem jede Sekunde des Lesens genossen. Auch die Nebencharaktere haben erheblich zum Lesevergnügen beigetragen und mir sogar noch besser gefallen als die eigentlichen Hauptprotagonisten. Ein paar Kritikpunkte muss ich dennoch nennen:

Mir fehlte es manchmal an Tiefe. Besonders die Beziehung von Raelyn zu ihrer Mutter hätte noch mehr in den Vordergrund gestellt werden können, da sie wesentlichen Einfluss auf Raelyns Persönlichkeit zu haben schien. Der Grund für ihre Ängste fiel in meinen Augen etwas zu oberflächlich aus. Ich hätte einfach mehr erwartet. Auch die große Auflösung von Hunters Geheimnis hatte mich etwas enttäuscht. Ich hatte bereits damit gerechnet, wodurch ich nicht sonderlich überrascht wurde. Dazu muss ich noch sagen, dass der im Klappentext genannte Satz „…obwohl er doch alles verkörpert, was Raelyn endlich hinter sich lassen wollte“ auch im Nachhinein für mich nicht ganz klar ist. Entweder habe ich irgendetwas falsch verstanden oder es ging einfach nicht so richtig aus der Geschichte heraus. Für mich verkörpert er gerade nicht das, was Raelyn hinter sich lassen wollte. Stattdessen ist er eher das, was sie sich von ihrer Zukunft wünscht.

Zusammenfassend kann ich den New Adult Roman dennoch jedem empfehlen, der auf der Suche nach etwas Zartem und Schönem für zwischendurch ist. Auf die Folgebände freue ich mich sehr und hoffe, dass diese mir noch besser gefallen werden.

4 von 5 Sternen

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