Golden Heart 1: Die Kriegerin des Prinzen | Rezensionsexemplar

Besondere Charaktere und ein Hof voller Intrigen

Allgemeines:

Titel: Golden Heart 1: Die Kriegerin des Prinzen

Autorin: Tanja Penninger

Verlag: Carlsen Impress

Genre: Fantasy

Seitenanzahl: 421

Ebook: 2,99€

Klappentext:

**Ein Herz so stark wie Gold**  
Schon seit dem Kindesalter hat Inga nur ein Ziel: eine königliche Kriegerin zu werden. Bereit alles dafür zu opfern, absolviert sie die Ausbildung, um als eine der faszinierenden Goldenen Schwestern in den Dienst ihrer erhabenen Königin zu treten. Am Königshof angekommen wird sie allerdings nicht ihr, sondern dem charmanten Prinz Constantin zur Seite gestellt. Als seine persönliche Leibwächterin fällt es ihr dabei unheimlich schwer, sich seinen strahlend blauen Augen zu entziehen – doch er ist als Königssohn dafür bestimmt, in einem öffentlichen Spektakel eine Braut zu wählen …

Der Kampf hat begonnen 
Eine willensstarke Kriegerin, deren Berufung ihr zum Verhängnis wird, ein gut aussehender Prinz, der seiner Rolle gerecht werden muss, und ein zerrüttetes Königreich, das es zu retten gilt. Die perfekte Geschichte für alle starken Frauen und ihre Verbündeten.

//Dies ist der erste Band der packend-romantischen Buchserie »Golden Heart«. Alle Bände der Fantasy-Liebesgeschichte bei Impress:
— Golden Heart 1. Die Kriegerin des Prinzen
— Golden Heart 2 (erscheint im August 2020)// 

Meine Meinung:

Golden Heart ist ein Roman, der mich schon vor Erscheinungsdatum sehr neugierig gemacht hat. Der Klappentext wirkte interessant und ließ mich auf eine starke Protagonistin und eine Hass-zu-Liebe Beziehung zwischen den Hauptcharakteren hoffen. Doch die Geschichte und besonders die Charaktere haben mich zu Beginn überrascht.

Der Einstieg in die Geschichte verlief schnell. Die Geschehnisse reihten sich aneinander und die Protagonisten Inga war mir doch eher unsympathisch. Inga hatte bereits seit ihrem fünften Lebensjahr den Wunsch, eine Goldene Schwester zu werden und die Königin mit ihrem Leben zu beschützen. Kurz darauf wird es ihr erlaubt, die Ausbildung anzutreten und die nächsten zwanzig Jahre vergehen mehr oder weniger wie im Flug. Man bekommt nur einen kleinen Einblick in die Zeit ihrer Ausbildung, wodurch mir vor allem der Zugang zur Protagonistin gefehlt hat. Am Hofe erschien sie mir oft etwas voreilig. Sie schießt mehrfach über ihr Ziel hinaus, ist ziemlich übermotiviert und vergisst, erst einmal nachzudenken und sich nicht immer auf eine Meinung festzusetzen. Einige Entscheidungen erschienen mir naiv und auch hier zeigte sich wieder, dass sie einfach zu wenig nachdenkt bevor sie zur Handlung ansetzt. Das kann einerseits gut sein, andererseits ging sie mir damit sehr auf die Nerven.

Der Kronprinz hat mir zu Beginn auch vielerlei meiner Nerven gekostet: Jede seiner wörtlichen Rede wird ständig mit „Ääm“ unterbrochen. Ich musste mich erst einmal daran gewöhnen. Danach wurde er dadurch jedoch sehr interessant. Mit seiner untypischen Art und auch dem nicht gerade klischeehaften Äußeren steht er in einem harten Kontrast zu den sonst überwiegend gewählten Protagonisten in anderen Fanatayromanen. Seine Stärken liegen weder im Kampf noch in einem ehrfürchtigen Auftreten. Stattdessen wirkt er eher verletzlich, klein und „schwach“. Dennoch besitz er weit aus andere Interessen, die ihn jedoch nicht unbedingt in der Rolle des Kronprinzen und damit zukünftigen Herrscher bestärkten. Die Gefühle zu Inga entwickelten sich meiner Meinung nach viel zu schnell und auch die Rede von „Liebe“ wurde zu einem völlig verfrühten Augenblick ausgewählt. Dadurch erschien mir Constantin mehr als ein unreifer Jugendlicher und seine Gefühle sehr unglaubwürdig.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und bringt die Handlung schnell voran. Besonders die Dialoge sind für die Zeit authentisch und vermitteln der Geschichte den nötigen Charme. Insgesamt war die Handlung unterhaltsam, doch der Verlauf hätte weniger vorhersehbar sein können. Manche Geschehnisse wurden zu schnell abgehandelt, obwohl die Folgen meines Erachtens größer ausfallen, bzw. die Szenen mehr ausgearbeitet hätten sein können. Was mir sehr gut gefallen hat, waren die verschieden Sichten, aus denen man die Geschichte verfolgen konnte. So wurden nicht nur die Gedanken von Inga und dem Prinzen Constantin an den Leser herangetragen, sondern auch ein Einblick in weitere Charaktere ermöglicht.

Zusammengefasst war der Roman wirklich lesenswert und die Charaktere im Gegensatz zum sonst Stereotypischen anders und auf ihre Art liebenswert. Mir persönlich hat es allerdings an der nötigen Spannung bei der Handlung gefehlt.

3 von 5 Sternen

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