Elbendunkel – Kein Weg zurück | Rezensionsexemplar

spannungsvolle Fantasy mit interessanten SciFi Elementen und starken Charakteren – eine Geschichte, die einen von der ersten bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen hat

Allgemeines:

Titel: Elbendunkel 1: Kein Weg zurück

Autorin: Rena Fischer

Verlag: Thienemann Esslinger

Genre: Fantasy

Seitenanzahl: 480

ISBN: 978-3-522-50657-1

Preis: 17,00€

Klappentext

Düster, dystopisch, gesellschaftskritisch: Ein Fantasy-Roman mit Sogwirkung.   

Im Jahr 2044 ist San Francisco von Unruhen zwischen Menschen und Elben geprägt. Als Upperclass-Mädchen und Tochter des Chefs der Elbensicherheitsbehörde, der gewaltsam gegen Elben vorgeht, führt Luz ein unbeschwertes Leben – bis zu dem Tag, als sie heimlich das Elben-Ghetto betritt. Luz ist fasziniert von der Untergrundgemeinde, vor allem aber von Darel, der mit einem regimekritischen Poetry-Slam auf der Bühne steht. Doch die Vorstellung wird von einer Razzia ihres Vaters gesprengt und Luz landet ohne sein Wissen als Gefangene auf dem Revier. Dort wird ein Geheimnis aufgedeckt, das Luz auf der Stelle zur Flucht vor ihrem Vater zwingt. Darel hilft ihr dabei. Allerdings verfolgt er seine ganz eigenen Ziele …   

Rasant erzählte Romantasy für alle Fans von guten Fantasy-Geschichten

Meine Meinung:

Schon als ich die erste Zeile des Klappentextes gelesen hatte, wusste ich: Dieses Buch musst du lesen! Mittlerweile hat sich Fantasy für mich als das Genre herauskristallisiert, in dem ich mich am wohlsten fühle. Fantasy erinnert mich vor allem an kuschelige Abende in der Herbst- oder Winterzeit. Dennoch hat sich in diesem Jahr herausgestellt, das auch SciFi zu einem Genre geworden ist, in das ich gerne eintauche. Also war ich sehr gespannt, was der Roman „Elbendunkel“ mit seinem Setting in der Zukunft bereit hält. Und es hat mich nicht nur gekonnt überrascht, ich wurde von Luz in ihr Abenteuer gezogen und habe mich ohne Umwege besonders in einen Charakter verliebt.

Gerade die Verbindung von Fantasyelementen in einer sonst eher SciFi angehauchten Welt war interessant umgesetzt. So hat die Autorin das Märchenhafte und Fantastische der Elbenwelt in eine technologisch weiterentwickelte Welt niedergelassen und eine ganz eigene Atmosphäre erschaffen. Ich kann nur sagen: Mehr davon! Das überwiegend dystopische Setting ist besonders durch eine aggressive und fanatische Regierung ausgezeichnet und bringt so eine sehr düstere Stimmung an den Leser heran. Dennoch war ich von der Welt gefesselt und wollte meinen Wissensdurst stillen, sodass ich bereits auf den ersten Seiten den Roman kaum aus der Hand legen konnte.

Wir begleiten Luz – die Tochter eines mächtigen Mannes, der gegen die Elben vorgeht und sehr festgefahrene Ansichten hat, die er gewaltsam durchsetzt. Luz erscheint mir zu Beginn ein wenig verloren und in einer rosaroten Seifenblase, die erst durch die Festnahme zerplatzt und sie in die Realität zerrt. Von da an macht sie eine unfassbare Entwicklung durch, bleibt sich selbst jedoch treu. Sie gewinnt an Stärke, geht gefasst mit der Situation um und zeigt in den richtigen Momenten Schwäche. Besonders dadurch war sie mir sympathisch und glaubhaft und wuchs mir schnell ans Herz. Ich liebte ihre neckischen Kommentare, ihre Schlagfertigkeit und zugleich ihre innere Verletzlichkeit.

Die Dreiecksbeziehung gefiel mir überraschenderweise ziemlich gut. Es ist kein ewiges Hin und Her oder die Unschlüssigkeit der Protagonistin, die mir auf die Nerven geht. Stattdessen erlebt man, wie sich der eine entfremdet und der andere langsam in eine Rolle rutscht, die auf beiden Seiten für Unbehagen sorgt. Gerade zu Beginn hatte ich in in Niall einen sympathischen und liebenswürdigen Protagonisten gefunden, den ich eigentlich sogar ziemlich passend für Luz fand. Doch die Entwicklung der Geschichte verändert die Hauptprotagonistin und so verlor ich ebenfalls wie sie sehr schnell mein Herz an den geheimnisvollen und düsteren Darel.

Darel war mir von der ersten Begegnung an ein ziemliches Mysterium. Ich wusste ihn nicht einzuschätzen und doch war ich sofort von ihm begeistert. Er stellt mit dem dunklen Schleier aus Geheimnissen einen sehr interessanten Charakter da, aus dessen Sicht ich wohl am liebsten gelesen habe. Sobald ich mehr von ihm erfahren hatte, war schnell klar, dass er von nun an wohl immer einen Platz in meinem Herzen besetzen wird. Er hat mehr als nur Bookboyfriend-Potenzial.

Die Handlung nimmt schnell an Fahrt auf und erst nach ein paar Seiten hatte ich wirklich Zeit, in der Welt anzukommen. Doch das empfand ich gar nicht als schlimm. Man lernt Luz schnell kennen und gerade die Charakterentwicklung, die sie durchlebt, ist ein weitaus interessanter Teil der Handlung. Das Abenteuer und die aufkommenden Probleme haben die Spannung erhalten und dazu geführt, dass ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen und die Geschichte letztendlich viel zu schnell zu Ende war.

Von mir gibt es ganz klar eine große Empfehlung. Ich hoffe wirklich, dass das Printexemplar in nächster Zeit bei mir einziehen wird und nun warte ich sehnsüchtig auf den nächsten Teil.

5 von 5 Sternen

Über die Autorin

Rena Fischer schrieb schon als Kind begeistert eigene Geschichten. Nach Abitur und Wirtschaftsstudium zog es sie ins wildromantische Irland und nach Spanien. Zurück in Deutschland verfasste sie ihre Debütromanreihe „Chosen“ (Planet!).  Auf Reisen kommen ihr die besten Schreibideen. San Francisco ist für sie neben New York die inspirierendste Stadt der USA.  Zusammen mit ihrer Familie lebt sie in München.

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