V is for Virgin | Rezensionsexemplar

Süße und unterhaltsame Geschichten mit ein paar Schwächen

Allgemeines:

Titel: V is for Virgin

Autorin: Kelly Oram

Verlag: One – Verlag

Genre: Young Adult

Seitenanzahl: 336 Seiten

ISBN: 978-3-8466-0098-6

Preis: 12,90€

Klappentext:

Val Jensen wird von ihrem Freund verlassen – weil sie mit dem Sex bis zur Ehe warten will. Als ihre Geschichte über YouTube viral geht, wird sie unter dem Namen Virgin Val landesweit bekannt. Das Chaos scheint perfekt, als schließlich Rockstar Kyle Hamilton vor ihr steht: Der Sänger der Boyband Tralse hat es sich nämlich zum persönlichen Ziel gemacht, sie zu verführen. Womit Kyle allerdings nicht gerechnet hätte: Val bereitet ihm ganz schönes Herzklopfen …

Meine Meinung:

Bevor ich das Buch angefangen habe zu lesen, hatte ich doch schon einige Meinung gehört, die den Roman sehr abschreckend wirken lassen. Ich war mir zuerst wirklich unsicher, was ich erwarten sollte, dabei hatte ich wahnsinnige Lust auf die Geschichte rund um Virgin Val. Ich fand die Idee gut, den Einfluss von Medien und ich war neugierig, ob die Autorin die Hauptprotagonisten an ihrer Entscheidung, bis zu Ehe zu warten, zweifeln lässt. Von einigen habe ich gehört, dass es ganz okay sei, andere wiederum blieben mir mit einem fragwürdig vermittelten Wertesystem überdeutlich in Erinnerung. So gut wie es ging, bin ich also unvoreingenommen an die ersten Seiten gegangen und eigentlich hat es mir rückblickend sogar ganz gut gefallen.

Kelly Orams Schreibstil ist wunderbar leicht, lässt sich flüssig lesen und nach mehreren Stunden waren die wenigen Seiten dann schon vorbei. Ich würde ihren Stil nicht unbedingt als besonders bezeichnen: Er hat dafür gesorgt, dass die Story schnell voran ging und man das Buch schlecht aus der Hand legen konnte. Manchmal hätte ich mir dann doch etwas mehr Detail gewünscht.

Erzählt wird die Geschichte vollständig aus Vals Perspektive. Dadurch gerät Kyle als eigentlicher männlicher Hauptprotagonist sehr in den Hintergrund. Vals Entwicklung, ihre Gedanken, Entscheidungen und Gefühle stehen im Mittelpunkt der gesamten Handlung. Eine richtige Bindung zu einen der beiden Charaktere oder auch einem anderen Nebencharakter konnte ich nicht aufbauen. Val erschien mir mit ihrer dickköpfigen und leidenschaftlichen Art eigentlich sympathisch, dennoch waren viele Entscheidungen in meinen Augen sehr fraglich bzw. nicht nachvollziehbar. Es ist schwer über sie zu reden, ohne etwas zu Spoilern.

Kyle fand ich sehr weit entfernt. Man erhielt keinen direkten Zugang zu seinen Gedanken. Ich empfand ihn einfach als unausstehlich, aufdringlich und oberflächlich. Viele Dinge von ihm waren einfach UNNÖTIG und dennoch war es auf der anderen Seite auch wieder unterhaltsam. Wieso Val überhaupt Gefühle für ihn entwickelt, bleibt mir auch nach dem Epilog immer noch schleierhaft. Die Begegnungen mit ihm nehmen nicht unbedingt viel Platz im Handlungsverlauf ein. Gerade deswegen wirkt er im Grunde auch eher wie ein weiterer Nebencharakter als der männliche Hauptprotagonist.

So richtig mochte ich eigentlich keinen der Charaktere. Um das Buch zu beschreiben: es ist ziemlich trashig, nicht umbedingt wie ein NA oder YA Roman, sondern wie eine sehr leichte Highschool-Romcom, die einfach nur unterhalten soll. Richtige Gefühle, die man selbst nachempfinden musste, gab es nicht. Auch das Ende blieb mehr oder weniger offen, trotzdem fand ich den Epilog als Abschluss sehr passend gewählt.

Was mir sehr gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass Val von Anfang bis Ende an ihrer Entscheidungen festhält und nicht nachgibt. Dennoch kann ich manche Kritikpunkte nachvollziehen. Natürlich sind einige Szenen schwierig gewählt und besonders Kyle als Charakter wirft bei mir viele Fragen auf. Dass allerdings ein regelrechter Hate entstanden ist, ist in meinen Augen etwas überzogen. Man hätte weit mehr aus der Story herausholen können, wodurch V is for Virgin ein perfektes Beispiel für ungenutztes Potential ist. Auch realistischere Handlungsaspekte hätten die Message dahinter auf glaubhaftere Weise vermitteln können. So erschein doch alles etwas gekünstelt und an den Haaren herbeigezogen.

Aber trotzdem, es ist eine süße Geschichte, von der man lieber weniger erwarten sollte, aber ganz gut, um nach einer stressigen Woche mal den Kopf abzuschalten.

3 von 5 Sterne

Bewertung: 3 von 5.

Über die Autorin:

Kelly Oram schrieb mit 15 Jahren ihre erste Kurzgeschichte – Fan Fiction über ihre Lieblingsband, die Backstreet Boys, womit ihre Familie sie heute noch aufzieht. Sie ist süchtig nach Büchern, redet gern und viel und liebt Zuckerguss. Sie lebt mit ihrem Mann, vier Kindern und einer Katze am Rande von Phoenix, Arizona.

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