Kissed | Rezensionsexemplar

Gute Idee, aber enttäuschende Charaktere & Schreibstil.

 

Titel: Kissed – Eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit (#Wicked-Series 3,4-3,5)

Autorin: Jennifer L. Armentrout

Verlag: Heyne

Genre: Romantasy – NA

ISBN: 978-3-453-32051-2

Preis: 14,99€

Link zum Buch

Klappentext:

Er ist kalt, herzlos, tödlich. Sein Name lässt Fae und Menschen zugleich erzittern: der Prinz. Verfolgt von den Schatten seiner Vergangenheit, ist alles, was Caden will, Rache. Rache an jenen, die ihn gefangen nahmen und mit einem dunklen Zauber in einen nie endenden Albtraum zwangen. Doch es gibt eine Person, die ihm helfen kann: Brighton. Nur hat die unschuldige junge Frau die Grausamkeit des Prinzen einst mit eigenen Augen erlebt. Niemals wird sie mit ihm zusammenarbeiten! Als Brighton hinter Cadens eisiger Fassade den Mann erkennt und das Feuer spürt, das zwischen ihnen brennt, beginnt sie zu wanken. Zu spät? Ein mächtiger Feind ist aus der Anderwelt zurückgekehrt, um den Prinzen erneut in das Monster zu verwandeln, das er einst war …

Zwei wundervolle Geschichten aus der Welt von »Wicked« in Sonderausstattung mit besonderer Veredelung.

Meine Meinung:

Jennifer L. Armentrout zählt zu meinen liebsten Autorin und ihr Liebesroman „The Problem With Forever“ (zu Deutsch: Morgen lieb ich dich für immer) ist bisher unangefochten mein Lieblings NA-Buch, dennoch hat mich Kissed enttäuscht.

Doch zuerst zum Positiven: Obwohl es sich bei dem Roman um eine Novelle der Wicked-Reihe handelt und ich die ersten drei Bände nicht gelesen habe, fiel mir der Einstieg in die Geschichte keinesfalls schwer. Man erfährt kurz zusammengefasst, was passiert ist, und erlangt somit einen Überblick. Die Welt konnte mich bereits auf den ersten Blick überzeugen: Während die meisten Menschen keinen blassen Schimmer haben, dass unter ihnen sogenannte Fae leben, wissen eine Hand voll Leute die Wahrheit. Aus ihnen besteht der Orden und unsere Protagonisten Brighton ist eine davon.

Indem Brighton nicht einzig die typische Kick-Ass Protagonistin ist, zugleich aber auch nicht unbedingt als graues, hilfloses Mäuschen abgestempelt werden kann, durchbricht Jennifer einwenig das klischeehafte Gerüst. Leider verschwindet aber genau diese klischeelose Einstellung im Handlungsverlauf vollkommen, wodurch nicht nur die einzelnen Abläufe an Vorhersehbarkeit gewannen, sondern auch jegliche Spannung und folglich der Wunsch oder Drang, weiterlesen zu wollen, in weite Ferne rückte.

Hinzu kommt die gleichzeitige Widersprüchlichkeit Brightons: Auf der einen Seite ist sie zurückhaltend, wird von vielen Leuten nicht ernstgenommen und ist von Angst erfüllt. Auf der anderen Seite besitzt sie eine kampfeslustige Wut und nahezu immer einen passenden Spruch auf jede Stichelei. In ihrem Verhalten Caden gegenüber ist sie in meinen Augen fast ein anderer Mensch mit einer völlig anderen Persönlichkeit. Ich konnte ihre Gedanken nicht nur nicht nachvollziehen, sondern oft nicht einmal verstehen. Wiederholend kam mir während des Lesen das Wort „Persönlichkeitsstörung“ in den Sinn…

Caden war mir in den meisten Momenten sympathisch und ich mochte ihn. Obwohl man nichts aus seiner Sicht lesen kann, waren meiner Meinung nach seine Absichten und Gedanken offensichtlich – für Brighton allerdings nicht. Sie verhielt sich durchgehend naiv, war anstrengend und traf zweifelhafte Entscheidungen, die teilweise sehr an todesmutig heran ragten.

Ein weiterer riesiger, negativer Aspekt war der Schreibstil: Ständige Wortwiederholungen haben meinen Lesefluss stark gestört und dem Lesen jeglichen Spaß genommen. Ich weiß nicht, ob es an der Übersetzung lag, aber ich bin mir sicher, Jennifers Bücher zukünftig nur noch auf Englisch zu lesen.

Irgendwann wurde es mir einfach zu viel und ich hab das Buch nach etwa 3/5 abgebrochen, weil ich nicht mehr konnte. Und normalerweise breche ich sehr selten eine Geschichte ab. Meine Freude auf Wicked ist definitiv verflogen und ich werde nicht mehr die Reihe lesen, obwohl sie durch die „Spoiler“ in Kissed doch zunehmend an Interesse erweckt hatte.

2 von 5 Sternen

Über die Autorin:

 Jennifer L. Armentrout hat sich in den USA bereits einen Namen gemacht: Immer wieder stürmt sie mit ihren Romanen – fantastische, realistische und romantische Geschichten für Erwachsene und Jugendliche – die Bestsellerlisten. Ihre Zeit verbringt sie mit Schreiben, Sport und Zombie-Filmen. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und zwei Hunden in West Virginia.

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