Sommernachtserwachen – Rezensionsexemplar

Das neue Buch von Josie Charles hat mich vorletzte Woche erreicht und ich habe mich wirklich sehr auf ihre neue Geschichte gefreut. Wieder einmal hat mich der Klappentext begeistert und meine Erwartungen waren relativ hochgehalten. Leider ist es dann allerdings nicht ganz so toll geworden, wie ich es mir erhofft hatte.

Eine warme Sommernacht,
ein Funke Hoffnung
und eine unvergessliche Liebe.

Als Delaney lange vor Sonnenaufgang wach wird, ist sie sich nicht sicher, ob sie geträumt oder Landon Wilshire tatsächlich im Wald gesehen hat. Ihre frühere große Liebe ist nach einem gemeinsamen Unfall vor zwei Jahren spurlos verschwunden und Delaney blieb schwer verletzt zurück. Ist es möglich, dass Landon jetzt zurückgekehrt ist?

Landon erkennt Delaney kaum wieder. Sie geht bei Tageslicht nicht mehr vor die Tür, schottet sich von der Außenwelt ab und ihm ist klar, dass er allein dafür verantwortlich ist. Für Landon steht fest, dass er ihr helfen muss, doch ein dunkles Geheimnis steht zwischen den beiden. Wird es Landon gelingen, Delaney zurück ins Leben zu führen?

Zwei Herzen, die zusammengehören, werden sich immer wiederfinden –
im Morgennebel, im Sonnenlicht und in der dunkelsten Nacht … 


Diese Rezension fällt mir unheimlich schwer, weil ich nicht weiß, wie ich in Worte fassen soll, was zwischen diesem Buch und mir nicht gestimmt hat. Es fällt mir schwer, weil ich ungern schlecht über Bücher und Geschichten rede. Jeder Autor und jede Autorin steckt eine Menge Geduld, Arbeit und vor allem Liebe in die Geschichten und da ich selbst auch schreibe, ist mir mehr als nur bewusst, dass jedes Buch wie ein kleines Baby ist. Man zieht es auf, lässt es erwachsen werden und dann schickt man es in die große weite Welt. Und jede negative Meinung ist wie ein schmerzhafter Stich ins Herz.

Bevor ich die Geschichte angefangen hatte, habe ich mich unendlich gefreut, dieses Buch als Rezensionsexemplar zu lesen und mir war eigentlich klar, dass es mir gefallen wird. Leider war dies nicht der Fall.

Zuerst möchte ich allerdings über das Positive reden. Das gesamte Setting war wirklich wunderbar. Ich mochte die Stadt Waterbury sehr und auch die Grundidee, die hinter dem Ganzen steckt.

Doch leider ist mir der Hauptprotagonist total unsympathisch gewesen und ich habe ihn erst im Laufe der Geschichte ein bisschen mögen gelernt. Landon denkt, dass ihm die ganze Welt gehöre und auch nach dem Unfall scheint dieser Gedanke immer noch in seinem Kopf verankert zu sein. Er tut Dinge, die ich keinster Weise nachvollziehen kann und völlig unangebracht sind. Je mehr ich dann gelesen hatte, desto mehr konnte ich mich mit ihm abfinden, aber so richtig verliebt, bin ich keinesfalls. Ich toleriere ihn, mehr aber nicht…

Delaney war ein nicht ganz so schlimmer Fall. Ob ich sie zum Ende hin mag oder nicht, weiß ich immer noch nicht, aber ihr Verhalten hat nicht dazugeführt, dass ich am liebsten das Buch zu geschlagen hätte. Ihre Art hat mich immer wieder überrascht und besonders ihre Kommentare. Da sie zu Beginn eher zurückschreckend war und sich aufgrund des Unfalls vollkommen zurückgezogen hat, verlor sie ein bisschen von sich selbst und die Entwicklung, die sie durchgemacht hat, war schön mitzuerleben. Gleichermaßen nervte mich jedoch in manchen Momenten ihre impulsive Charaktereigenschaft. Nicht immer konnte ich ihre Entscheidungen nachvollziehen, aber besonders empfand ich sie anfangs sehr kindisch. Mit der Zeit ist es besser geworden und am Ende hat es sogar endlich Spaß gemacht zu lesen, aber die ersten zwei Drittel fielen mir unglaublich schwer.

Josies Schreibstil ist angenehm zu lesen und eigentlich fällt es einem leicht, eine Seite nach der anderen zu verschlingen. In ihrer Eishockey-Reihe ist mir schon aufgefallen, dass meiner Meinung nach ein wenig die Tiefe fehlt. Allerdings hatte es in diesem Fall mir nicht den Spaß am Lesen genommen. Bei Sommernachtserwachen ist mir das dann aber sehr deutlich aufgefallen. Die Gefühle der Charaktere waren immer nur ansatzweise beschrieben und für mich nicht richtig nachvollziehbar. Sie waren da, aber ich selbst konnte sie nicht fühlen. Und besonders das war der Hauptgrund, weshalb mir das Lesen so schwergefallen ist. Eine Story wie diese umfasst einen enormen Tiefgang und eine besondere Emotionalität.

Zum Ende hin kann ich wirklich nur betonen, wie schade ich es finde, dass mir die Geschichte nicht gefallen hat. Vielleicht war es einfach nicht meins oder ich habe von Beginn an den Fehler gemacht, dass ich schon zu viele Erwartungen und Vorstellungen zum Buch hatte. Für jeden, der nach einem Buch für zwischen durch Ausschau hält, dem kann ich nur sagen: Versuch es. 

Ich bin sicher, manchen hat es gefallen. Meins war es leider nicht.

2,5 von 5 Sternen 

 

Informationen zum Buch: 

Titel: Sommernachtserwachen

Autor: Josie Charles

Verlag: Independently published (25. September 2019)

Sprache: Deutsch

ISBN 978-1693286223

Seitenanzahl: 366 Seiten

Preis: 10,99€

Link zum Buch

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