When It’s Real

Ich weiß nicht, wie lange dieses Buch schon auf meiner Wunschliste steht, aber ich glaube, dass kurz nachdem ich mit Bookstagram angefangen habe, ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Und es jetzt endlich gelesen zu haben, ist einerseits toll, aber andererseits würde ich die Geschichte gerne wieder aufs neue lesen, ohne sie zu kennen. Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine…

Um es kurz zu sagen, ich habe es geliebt. Dieses Buch ist unglaublich und diese Geschichte war auf eine Art dermaßen amüsant und gleichzeitig so herzzerreißend, dass ich sie nur als unglaublich beschreiben kann.

Unter normalen Umständen hätten sich Oakley und Vaughn wohl nie kennengelernt. Während sich die siebzehnjährige Vaughn seit dem Tod ihrer Eltern um ihre Geschwister kümmern muss, ist das Leben des neunzehnjährigen Oakley eine einzige Party. Als Rockstar hat er sich nicht nur eine Bad-Boy-Attitüde zugelegt, sondern auch jede Menge Groupies. Dann beschließt sein Management, dass er dringend ein besseres Image braucht. Vaughn soll ein Jahr lang Oakleys Freundin spielen. Doch die beiden können sich auf den Tod nicht ausstehen. Während die gesamte Presse rätselt, wer das neue Mädchen an Oakleys Seite ist, muss sich Vaughn fragen: Kann sie sich selbst treu bleiben in dieser Welt voller Glitzer, Glamour und Gerüchte? (Klappentext)

Zuerst haben mich die beiden Namen wirklich abgeschreckt. Das hört sich wahrscheinlich wahnsinnig komisch an:D Wichtig ist aber, dass ich sie nach weniger als 100 Seiten wirklich lieben gelernt habe und so ging es mir auch mit den beiden Protagonisten.

Vaughn hat eine sehr erfrischende Art und ich mochte sie wirklich sehr gerne. Durch den Tod ihrer Eltern und die dadurch aufkommenden Probleme ist sie mehr getroffen, als sie zugibt und ich wünsche niemanden eine solche Last, wie sie sie tragen muss. Besonders deutlich wird im Buch, dass sie vor allem auf der Suche nach sich selbst ist. Sie weiß nicht, was sie in ihrem Leben will und ich finde gut, dass dieses Thema angesprochen wurde. Erin Watt hat dabei nicht nur deutlich gemacht, dass es nicht schlimm ist, nicht zu wissen, was man nach der Schule machen möchte, sondern auch, dass man seinen Träumen folgen und für sie kämpfen soll. Und das man mit Herzblut.

“ ‚Die Hälfte der Male, die du den Mund aufmachst, würde ich dir am liebsten eine Ohrfeige geben.‘ Vaughn lächelt mich verlegen an. ‚Aber wenn du singst … dann fällt es mir schwer, dich zu hassen.‘ „

Und damit sind wir eigentlich schon bei Oakley. Er liebt die Musik, hat nie etwas anderes gemacht oder gewollt. Er lebt für sie und wie auch Vaughn diese Eigenschaft an ihm liebt, habe ich ihn gleichzeitig für das, was er hat, bewundert und beneidet. Seine Eltern, die ihm nicht wirklich gezeigt haben, dass sie stolz auf das sind, was er sich aufgebaut hat als Songwriter – und dabei spreche ich besonders von seinem Dad – haben bei ihm zu einem gewissen Unmut geführt. Und das konnte ich vollkommen nachvollziehen. Es gibt nicht immer Dinge, bei denen man die Unterstützung der Eltern hat und so sehr es auch weh tut, muss man es manchmal hinnehmen und sich fragen, ob man es so sehr will, dass man es auch ohne die Hilfe versucht. Ich weiß, dass sie oft nur das Beste für einen wollen, aber trotzdem ist es nicht schön, ständig zu hören, dass man Träume haben kann, aber sie hinten anstellen muss, um sich etwas zu suchen, mit dem man Geld verdienen kann.

„…Ich mag es, wenn ihre Augen vor Zorn funkeln. Wenn sie wütend ist, dann ignoriert sie mich wenigstens nicht. Und ignoriert werde ich gar nicht gern.“(S. 137)

Aber genug davon… ehrlich gesagt, konnte ich Oakley am Anfang gar nicht ab. Er ist zu Beginn einfach ein extrem undankbarer, überheblicher, arroganter, selbstverliebter Typ, der davon ausgeht, dass ihm die ganze Welt zu Füßen liegt. Und das wurde besonders in den Kapiteln aus seiner Sicht deutlich. Dennoch liebe ich ihn, weil er sich einfach im Laufe der Geschichte weiter entwickelt. Er wird erwachsen, findet seinen eigenen Musikstile und das mit der Hilfe von Vaughn. Eigentlich könnte man sagen, dass Vaughn ihn zurück auf den Boden der Tatsachen geholt hat und der normale Oakley ist einfach nur extrem süß. Was anderes kann man zu ihm nicht sagen.

„…weil wir schon losgefahren sind, ehe Vaughn sich angeschnallt hat, greife ich rüber und erledige es für sie. Natürlich nicht, weil ich sie berühren will. Damit hat das überhaupt nichts zu tun.“(S.186)

Jede Seite habe ich geliebt und genossen und am Ende habe ich einfach getrauert, dass es schon vorbei war. Ich glaube, der Fakt, dass ich das Buch innerhalb von einem Tag durchgelesen habe, sagt mehr aus, als ich mit Worten je könnte. Ich kann es wirklich nur jeden empfehlen und ich freue mich schon darauf, es bald mal zu rereaden. Dieses Buch ist einfach großartig!

„Ich weiß auch nicht genau, wann das passiert ist. Aber irgendwann wurde aus der Frau, die man mir aus Promotionzwecken aufgedrängt hatte, diejenige, mit der ich mein Leben verbingen will.“

5 von 5 Sternen

Infos zum Buch: 

Titel: When it’s real

Autor: Erin Watt

Verlag: Piper Paperback (3. April 2018)

Sprache: Deutsch

ISBN 978-3492061087

Seitenanzahl: 480

Preis: 12,99€ (Taschenbuch)

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